: Optimale Alterssicherung aus einzelwirtschaftlicher Sicht

Optimale Alterssicherung aus einzelwirtschaftlicher Sicht

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 32

Hamburg 1991, 255 Seiten
ISBN 978-3-925630-86-6 (Print)

Betriebswirtschaftslehre, Erwerbsphase, Erwerbsverhalten, Lebensarbeitszeit, Lebenseinkommen, Modigliani, Rentenversicherungssystem, Ruhestandsphase, Versorgungsniveau, Vorsorgeformen

Zum Inhalt

Insgesamt nimmt die Analyse des Zusammenhangs zwischen Alterssicherung und gesamtwirtschaftlicher Entwicklung einen breiten Raum in der Literatur ein. Hingegen führt die Betrachtung einzelwirtschaftlicher Aspekte, soweit sie nicht wie bei FELDSTEIN in den Dienst der gesamtwirtschaftlichen Wirkungsanalyse gestellt wird, eher ein Schattendasein, und das, obwohl das Lebenszyklusmodell von F. MODIGLIANI und dessen Erweiterungen um den Aspekt des Erwerbsverhaltens im Lebenszyklus eine breite Grundlage für eine solche Analyse bieten würden.

Es mangelt jedoch an einer expliziten Darlegung der einzelwirtschaftlichen Bedeutung staatlicher Rentenversicherungssysteme in dem Sinne, daß eigenverantwortliche und staatliche Alterssicherung hinsichtlich ihrer mikroökonomischen Optimalität miteinander verglichen werden. So erfolgten die bisherigen Vergleiche zwischen beiden Alterssicherungsformen ausschließlich auf der Basis einer Gegenüberstellung des Vorsorgeaufwands in der Erwerbsphase und des Versorgungsniveaus im Alter. Die individuellen Präferenzen hinsichtlich der intertemporalen Konsummöglichkeiten sowie bezüglich der Höhe des gewünschten Lebenseinkommens und der Dauer der Ruhestandsphase blieben dabei unberücksichtigt.

In diese Nische will Heidi Pröls vorstoßen, in der es also nicht um den Einfluß staatlicher Rentenversicherungssysteme auf die private Altersvorsorge geht, sondern um den ausschließlichen Vergleich beider Vorsorgeformen auf der Basis nutzentheoretisch fundierter, mikroökonomischer Modelle der optimalen Lebenskonsumplanung und der optimalen Lebensarbeitszeit. Gesamtwirtschaftliche sowie die in jüngster Zeit verstärkt diskutierten politökonomischen Perspektiven der Altersvorsorge bleiben dabei unberücksichtigt.



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