: Der Geschäfts- oder Firmenwert im Unternehmenskaufvertrag

Der Geschäfts- oder Firmenwert im Unternehmenskaufvertrag

Ein Beispiel bilanzpolitischer Möglichkeiten und Grenzen beim Unternehmenskauf

Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling, Band 1

Hamburg 1991, 370 Seiten
ISBN 978-3-925630-85-9 (Print)

Betriebswirtschaftslehre, Bilanzpolitik, EG-Binnenmarkt, osteuropäische Märkte, Steuerlastprognose, Steuerreform-Gesetz, Strukturwandel, Unternehmenskaufvertrag, Wiedervereinigung

Zum Inhalt

Die in den letzten Jahren beständig steigende Zahl der Unternehmenskäufe in der Bundesrepublik wurde bisher im wesentlichen durch zwei Faktoren hervorgerufen: Zum einen durch den im Hinblick auf die Errichtung des gemeinsamen EG-Binnenmarktes 1992 für notwendig erachteten Strukturwandel und zum anderen durch die im Wege des Steuerreform-Gesetzes 1990 eingeführte neue Besteuerung der Gewinne aus der Veräußerung von Gewerbebetrieben. In Zukunft sind durch die deutsche Wiedervereinigung und die Öffnung der osteuropäischen Märkte zusätzliche Kaufimpulse zu erwarten.

Ein solcher Boom birgt jedoch die Gefahr, daß der Blick für die bilanziellen Auswirkungen solcher Transaktionen schnell beeinträchtigt wird. Ein Unternehmenskäufer muß sich bereits vor Abschluß des Kaufvertrages seiner bilanziellen Gestaltungsmöglichkeiten bewußt werden, da sich schnelle Zugeständnisse in der Abfassung des Kaufvertrages schon in den ersten Jahren nach der Übernahme zu seinen Lasten entwickeln können. Der Unternehmenskauf ist besonders durch eine hohe Steuersensibilität gekennzeichnet, so daß der Steuerlastprognose unterschiedlicher Bilanzierungsalternativen entscheidende Bedeutung für den Erfolg einer Akquisition zukommt. Dies gilt um so mehr, als beträchtliche Interdependenzen zwischen den Kaufpreisvorstellungen des Übernehmenden und den Steuerwirkungen des Kaufs bestehen.



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