: Otto Greis Farbe-Form-Licht

Otto Greis Farbe-Form-Licht

Werkverzeichnis 1945-1995

Schriften zur Kulturwissenschaft, Band 26

Hamburg 1999, 397 Seiten
ISBN 978-3-86064-998-5

Avantgarde, Informel, Kulturwissenschaft, moderne Kunst, Otto Greis, Robert Delaunay, Tachismus, Werkanalyse, Werkverzeichnis

Zum Inhalt

Dieses Buch untersucht das Oevre des Künstlers Otto Greis (geb. 1913 in Frankfurt a.M.). Seine informellen Werke aus dem Zeitraum von 1951/52 bis 1954 behaupten in der Kunstgeschichte ihren unbestrittenen Platz. Die Beachtung, die dem Künstler zukommt, bleibt bis heute vornehmlich auf diese frühe Werkphase beschränkt. Hier wird Greis als Avantgarde-Künstler für die Kunstwissenschaft greifbar, und entsprechend haben seine tachistischen Bilder in großen Überblicken wie der 1988 im Martin-Gropius-Bau veranstalteten Ausstellung „Stationen der Moderne“ ihre Würdigung erfahren.

Eine Untersuchung des vielschichtigen Gesamtwerkes unter immanenten Gesichtspunkten stand bislang noch aus. Die vorliegende Arbeit hat es sich daher zur Aufgabe gesetzt, unter der formalen Fragestellung nach Farbe, Form und Licht die künstlerischen Gestaltungsabsichten über fünf Jahrzehnte hinweg zu analysieren. Vom Frühwerk bis heute wird exemplarisch an den einzelnen Schaffensphasen der Absicht des Künstlers nachgespürt, diese drei Bildmittel zu einer gestalterischen Synthese zu vereinen. Mit dieser Methode, die sich inhaltlicher Interpretationen enthält, sollen die innerbildlichen Gesetzmäßigkeiten erkannt werden, die vom Frühwerk bis in die 90er Jahre bildbestimmend sind. Von diesen phänomenologischen Erkenntnissen ausgehend, ermöglicht sich schließlich eine Annäherung an die geistige Grundhaltung des Künstlers.

Zum besseren Verständnis des kunsthistorischen Kontextes, in dem Otto Greis sein Frühwerk entwickelte, ist der monographischen Arbeit ein unabhängiges Kapitel über die internationale künstlerische Situation nach 1945 vorangestellt.

Intensive Gespräche mit Otto Greis haben der Werkanalyse entscheidende Anregungen gegeben und zur Lösung von Fragestellungen beigetragen. Darüber hinaus konnte allein durch die engagierte Mithilfe des Künstlers das Werkverzeichnis in dieser Vollständigkeit, mit Berücksichtigung früher Ausstellungen, zu denen es keine Kataloge gab oder diese nicht mehr auffindbar waren, erstellt werden.



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