: Der krisenhafte Werdegang des Menschen

Der krisenhafte Werdegang des Menschen

HERODOT – Wissenschaftliche Schriften zur Ethnologie und Anthropologie, Band 2

Hamburg 1999, 162 Seiten
ISBN 978-3-86064-991-6 (Print)

Entscheidung, Erziehung, Geschichtswissenschaft, Krise, Lebensphase, Mensch, naturhafte Entwicklung, Selbstverwirklichung, Unstetigkeit

Zum Inhalt

Immer wieder stoßen wir auf unstetige Verläufe individuellen Lebens, auf Brüche in den geschichtlichen Traditionslinien, auf Konflikte im Zusammenleben von Menschen, auf große persönliche Krisen.

Im individuellen Leben und in der menschlichen Geschichte ist ständig zu erfahren, dass das Menschenmögliche nicht von Natur her verwirklicht wird. Naturhafte Entwicklungsprozesse werden in der Geschichte des Menschen unterbrochen oder abgelenkt oder überboten. Freiheit und Entscheidung des Menschen bringen notwendig die Brüche und Sprünge der Kultur in die naturhafte Entwicklung. Durch die menschliche Freiheit und Entscheidungsfähigkeit kommt der Werdegang des Menschen in eine weite Variabilität.

Der hier unternommene Hinblick auf das Werden des Menschen ist mit dem Begriff ‘Krisenhaftigkeit‘ angezeigt. Menschliches Werden wird untersucht und dargestellt als Phänomen der Unstetigkeiten, der Umbrüche, der Neusetzungen. In diesem Sinne wird der Aspekt der Krisenhaftigkeit vorgegeben für den individuellen und den geschichtlichen Werdegang des Menschen.

Dann kann die Krisenhaftigkeit aus der Struktur des Menschseins, aus den Bedingungen für menschliches Leben, aus den Möglichkeiten des spezifisch Menschlichen erläutert werden. Schließlich ist eine Erziehung für ein menschliches Werden in Unstetigkeiten, Umbrüchen, Neusetzungen zu erörtern: eine Erziehung jenseits des Machbaren.



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