: Manipulation der Streßreaktion von Repressern und Sensitizern

Manipulation der Streßreaktion von Repressern und Sensitizern

Das Angstbewältigungskonstrukt Repression-Sensitization und „Belastungsfeedback“ als Moderatoren psychobiologischer Belastungsreaktionen

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 31

Hamburg 1998, 252 Seiten
ISBN 978-3-86064-790-5 (Print)

Angstbewältigung, Belastungsreaktion, Biofeedback, Psychobiologie, Psychologie, Repression, Sensitization, Stressbewältigung

Zum Inhalt

Menschen unterscheiden sich in ihrem Bewältigungsverhalten bedrohlicher Situationen. Während die einen relativ flexibel in Abhängigkeit von den Erfordernissen der Situation versuchen, eine bedrohliche Situation zu bewältigen, gibt es auch soche, die in den unterschiedlichsten Belastungssituationen ein für sie charakteristisches starres Bewältigungsverhalten zeigen.

Personen, die konstant ihre Aufmerksamkeit bedrohlichen Aspekten einer Situation zuwenden, bezeichnet man als Sensitizer. Personen hingegen, die ihre Aufmerksamkeit meist von den bedrohlichen Aspekten einer Situation abziehen und diese leugnen, bezeichnet man als Represser.

Gehäuft konnte nachgewiesen werden, dass Sensitizer, die über große Angst in bedrohlichen Situationen berichten, nur geringe körperliche Belastungsreaktionen zeigen, während Represser über wenig Angst berichten, aber ausgeprägte körperliche Belastungsreaktionen aufweisen. In psychosomatischen Krankheitsmodellen geht man davon aus, dass nicht ausgelebte Emotionen in körperliche Symptome umgewandelt werden können, und in der Tat existieren Hinweise darauf, dass der repressive Bewältigungstil möglicherweise ein erhöhtes Gesundheitsrisiko birgt.

In einer experimentellen Belastungssituation wurden Represser dazu gebracht, ihre Aufmerksamkeit bedrohlichen Aspekten der Situation zuzuwenden. Wie Sensitizer reagierten sie nun stärker subjektiv als körperlich. Der Befund bietet also einen Hinweis darauf, dass es möglich ist, das Bewältigungsverhalten von Repressern zu manipulieren, was prophylaktisch und therapeutisch nutzbar gemacht werden könnte.



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