Doktorarbeit: Metaphorik und bildliche Anschauungswelt Giovanni Pascolis

Metaphorik und bildliche Anschauungswelt Giovanni Pascolis

POETICA – Schriften zur Literaturwissenschaft, Band 31

Hamburg 1998, 236 Seiten
ISBN 978-3-86064-755-4 (Print)

Giovanni Pascoli, Impressionismus, italienische Literatur, Literaturwissenschaft, Metapher, Metaphorik, Poetik, Stilistik, Verismo

Zum Inhalt

Giovanni Pascolis Dichtung stellt in der Geschichte der italienischen Literatur einen Einschnitt dar. Sie ist insbesondere von der deutschen Romanistik lange Zeit vernachlässigt worden, da ihre Zuordnung zu den literarischen Strömungen der Zeit schwierig ist. Pascoli steht in einer weit zurückreichenden Tradition und ist in einer ununterbrochenen Kette von Autoren verankert, die bis in die Antike reicht. Zugleich vollzieht sich mit ihm eine Wende, nach der die italienische Dichtung eine neue Richtung einschlägt.

Das Buch widmet sich den Neuerungen Pascolis im Hinblick auf seine sehr reiche Metaphorik. Zahlreiche Bilder in Pascolis Dichtung fallen durch die Häufigkeit ihres Erscheinens auf; sie sind wichtige Konstituenten der poetischen Welt Pascolis und unverzichtbare Teilhaber an der unverwechselbaren Wirkung seiner Dichtung.

Die Grundthemen der Dichtung Pascolis spiegeln sich in seinem Metapherngebrauch: Vergänglichkeits- und Geborgenheitsmetaphern durchziehen Pascolis Gedichte wie ein roter Faden. Pascolis Leiden an der Unerklärbarkeit und Mystizität des Lebens kondensiert in seiner Wahl rhetorischer Mittel. Im Gegensatz zu der traditionellen Metaphorik von deskriptiver und anschaulicher Natur ist Pascolis Metaphorik überwiegend suggestiv und evokativ - sie ruft Gedanken und Gefühle hervor, die einen intuitiven Zugang zu den behandelten Gegenständen ermöglichen.



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