Doktorarbeit: Die Leistungsfähigkeit des deutschen Eisenbahnsystems nach der Bahnreform

Die Leistungsfähigkeit des deutschen Eisenbahnsystems nach der Bahnreform

Juristische und sozialökonomische Grundlagen für regionale und grenzüberschreitende Schienenverkehre

SOCIALIA – Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Band 28

Hamburg 1998, 524 Seiten
ISBN 978-3-86064-735-6

Bahnreform, Bund, Deutschland, Eisenbahn, Länder, Regionalisierung, Schienenpersonennahverkehr, Schienenverkehr, Soziologie

Zum Inhalt

Ziel des Buches ist es, einen Zwischenstand der Strukturreform des deutschen Eisenbahnwesens darzustellen. Voraussetzung hierfür ist, neben der Sichtung theoretischer Quellen, die Darstellung und Interpretation von Entscheidungen und Geschehnissen im Eisenbahnverkehr.

Als Ergebnis kann festgehalten werden, dass auch 1997 die Zukunft eines feingegliederten deutschen Eisenbahnnetzes im unklaren blieb. Während einerseits adaptierte betriebswirtschaftliche Nutzungskonzepte angewendet werden, stellen andererseits nach wie vor vorhandene Wettbewerbsdefizite nachhaltige Hemmnisse auf dem Weg zu einer optimierten Allokation der Verkehrsträger dar. Um diesen Sachverhalt zu erörtern, sind die ersten beiden Teile des Buches als Kontrastierung von Historie, Reformintentionen und tatsächlichen Gegebenheiten angelegt.

In einem weiteren Schritt werden die Regionalisierungsergebnisse in den einzelnen Ländern der Bundesrepublik Deutschland dargestellt. Hieran schließt sich deren Bewertung und ihre Abschätzung hinsichtlich der denkbaren Auswirkungen auf das Gesamtnetz an.

Die daraus gewonnene These der immensen Bedeutung des Schienenpersonennahverkehrs für ein feingegliedertes Eisenbahnnetz wird anhand der zunehmenden Bedeutungslosigkeit des Flächengüterverkehrs und der Vorschläge der EU-Kommission zur Stärkung des Schienenverkehrs unterfüttert. Der Bund-Länder-Dissens über die Höhe der Bundesleistungen für den Nahverkehr ist vor diesem Hintergrund als vorprogrammierte Einlage anzusehen.

Methodisch soll eine Option eröffnet werden, mit der die interdisziplinäre Anwendung der verstehenden und erklärenden soziologischen Wirkungsanalyse im Verkehrssektor ermöglicht wird.

Der Autor ist Verfasser mehrere Fachaufsätze und als Assistent der Geschäftsführung eines mittelständigen Verkehrunternehmens tätig.



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