Doktorarbeit: Der Menschentyp als Produktivkraft

Der Menschentyp als Produktivkraft

Max-Weber-Studien des japanischen Wirtschaftshistorikers Otsuka Hisao (1907-1996)

SOCIALIA – Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Band 25

Hamburg 1998, 216 Seiten
ISBN 978-3-86064-713-4 (Print)

Deutschland, England, Ethos, Hisao Otsuka, Japan, Kapitalismus, Max Weber, Religionssoziologie, Soziologie

Zum Inhalt

Das Buch behandelt die lebenslange Auseinandersetzung des in seinem Lande hochgeehrten japanischen Wirtschaftshistorikers Ōtsuka Hisao mit dem Werk Max-Webers.

Der Schwerpunkt liegt auf seiner Protestantismus-Schrift, deren Thema die Wirtschaftsgeschichte Westeuropas, insbesondere die Entwicklung des Industriekapitals in den Niederlanden und in England, ist. Was er über die Entstehung und Entwicklung lokaler Märkte in diesen Ländern erforscht, dient ihm als Ausgangspunkt für einen Vergleich mit der Entwicklung in Japan.

Ebenso wichtig ist Ōtsukas zweite Leistung: die akribische Herausarbeitung von Webers Frage nach den religiösen Grundlagen kapitalistischer Wirtschaftsgesinnung und ihre implizite Anwendung auf den japanischen Fall. Innerhalb seiner These vom „Menschentyp als Produktivkraft“ begreift Ōtsuka die „Schicht mittlerer Produzenten“ erst für die Zeit nach 1945 als den Träger moderner Wirtschaftsethik in Japan.

Mit seinen im Übersetzungsanhang nachzulesenden kritischen Aufsätzen nimmt Ōtsuka beträchtlichen Einfluss auf die Modernisierungsdiskussion im Nachkriegsjapan.



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