Doktorarbeit: Die frühen Querflötenschulen

Die frühen Querflötenschulen

und ihre musikhistorische Einordnung

Schriften zur Kulturwissenschaft, Band 16

Hamburg 1998, 192 Seiten
ISBN 978-3-86064-699-1

Barock, Instrumentenkunde, Kulturwissenschaft, Musikästhetik, Musikgeschichte, musikhistorisch, Musikpädagogik, Querflöte, Querflötenschule

Zum Inhalt

Die Geschichte der Querflöte umfasst rund 300 Jahre. Einige Meilensteine innerhalb dieser Zeitspanne sind die großen Solostücke von Bach und Mozart bis Debussy und Honegger, die Erfindung der Metallquerflöte durch Theobald Boehm um 1830 und das Standardlehrwerk von Johann Joachim Quantz, „Versuch einer Anweisung die Flöte traversiere zu spielen“, von 1752.

Doch was war davor? Worauf baut Quantz sein weit über die Querflötenmusik hinausweisendes Theorie- und Praxisgebäude auf? Welches war die Basis für den Siegeszug der Querflöte als bürgerliches Vorzeigeinstrument sowohl in der Hausmusik als auch im Konzert? Antworten auf diese Fragen gibt Sauters Buch über „Die frühen Querflötenschulen und ihre musikhistorische Einordnung“.

Der Autor beschreibt die ersten pädagogischen Werke für die Querflöte vom Beginn des 18. Jahrhunderts und holt einige Übungsstücke aus dem Dunkel der Geschichte. Der Leser erfährt, in welchem musikästhetischen Umfeld die Querflöte auf dem Höhepunkt des musikalischen Barock die Pariser Salons eroberte. Die Schulen von Jacques Hotteterre, Michel Corrette und ein in London erschienenes Sammelwerk von Peter Prelleur waren maßgeblich an der historischen Entwicklung beteiligt. Sauter zeigt die Eckpunkte der technischen und kompositorischen Konzepte der damaligen Autoren auf. Gleichzeitig enthüllt er die Quellen einiger Irrtümer im Querflötenspiel, die sich teilweise bis heute hartnäckig über viele Generationen von Lehrenden erhalten haben.

Es gelingt Sauter, den Anfang des „roten Fadens“ im Querflötenspiel aufzuspüren. Mit rund 50 Notenbeispielen ermöglicht das Buch einen detailgenauen Blick auf die historische Technik und die Musik. Das Interesse für die alten Meister wird hier neu geweckt.



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