: Operation ‘Triebtäter‘: Kastration als ultima ratio

Operation ‘Triebtäter‘: Kastration als ultima ratio

Gespräche mit kastrierten Sexualtätern

Forschungsergebnisse zur Sexualpsychologie, Band 8

Hamburg 1998, 183 Seiten
ISBN 978-3-86064-673-1 (Print)

chirurgische und chemische Kastration, Fallstudie, Pädophilie, Psychologie, Sexualkriminalität, sexueller Missbrauch, Triebtäter

Zum Inhalt

Das Böse und Perverse steht hoch im Kurs. Es verbirgt sich hinter vielen Gesichtern und Masken. Eine seiner Gestalten, dessen sich das Böse und Perverse besonders bedient, ist die des sexuellen „Triebtäters“. Was des einen (d.h. des Sexualtäters) Lust, Begehren und Macht, ist des anderen (d.h. des Opfers) Angst, Schmerz und Erniedrigung. Täter und Opfer - das ist gerade bei Sexualdelikten häufig eine unglückliche Begriffspaarung, mit einer oft qualvollen und gelegentlich auch tödlichen Beziehungsdynamik.

In diesem Buch kommen zehn „Triebtäter“ im dialogischen Gespräch zu Wort. Diese Männer haben durch Vergewaltigung, Kinderschändung oder durch Sodomie sich selbst verfehlt. Sie mussten deshalb zu Recht manche Jahre in Gefängnissen oder psychiatrischen Anstalten verbringen und konnten nur aufgrund chirurgischer Kastration in die Freiheit und damit wieder in die Gesellschaft entlassen werden.

Was wird aus solchen Menschen, aus kastrierten „Triebtätern“, nach ihrer Entlassung? Können sie sich sozial wiedereingliedern oder vegetieren sie im Schatten der Gesellschaft dahin? Wie wirkt sich ein so radikaler chirurgischer Eingriff körperlich, seelisch und sexuell bei den Betroffenen aus? Wie groß ist die Gefahr, dass die Entmannten wegen sexueller oder anderer Delikte wieder straffällig werden? Welche Behandlungsmethoden stehen zur Verfügung, damit andere Menschen, vor allem Kinder, nicht wieder zu Opfern sexueller Gewalt werden?

Auf diese und weitere, damit zusammenhängende Fragen gibt dieses Buch in aufklärerischer Absicht Einsichten und Ausblicke.



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