: Der Zhuangzi-Kommentar des Zhu Dezhi (fl. 16. Jh.)

Der Zhuangzi-Kommentar des Zhu Dezhi (fl. 16. Jh.)

Zur Rezeption des Zhuangzi in der Ming-Zeit

PHILOLOGIA – Sprachwissenschaftliche Forschungsergebnisse, Band 19

Hamburg 1998, 250 Seiten
ISBN 978-3-86064-588-8 (Print)

Daoismus, Kommentartraditionen, Ming-Dynastie, Neokonfuzianismus, Rezeption, Sprachwissenschaft, Zhmangu, Zhuangzi, Zhu Dezhi

Zum Inhalt

Die klassische daoistische Schrift Zhuangzi zählt zu den literarisch schönsten, interessantesten und zugleich schwierigsten Texten, die China hervorgebracht hat. Sie hat indirekt starken Einfluss auf die chinesische Geistesgeschichte genommen, auch wenn der Zhuangzi offiziell keine herausragende Stellung innerhalb der kanonischen Schriften einnimmt. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden allein über fünfhundert Kommentare zu ihm verfasst.

Das Buch von Annette Specht beschäftigt sich mit der Rezeption des Zhuangzi durch den mingzeitlichen Neokonfuzianer Zhu Dezhi. Nach allgemeinen Einführungen in die Geschichte der Zhuangzi-Kommentierung sowie in das geistesgeschichtliche Umfeld der Ming-Dynastie wird Zhu Dezhis Verständnis des Zhuangzi untersucht. Die Grundlage dafür bildet seine Deutung verschiedener Begriffe und Begriffsgruppen.

Neben eigenwilligen und teilweise interessanten Interpretationen ist auch Zhus Grundhaltung gegenüber dem Zhuangzi bemerkenswert. Er nennt ihn das wichtigste Werk des chinesischen Altertums. Dieser Respekt eines Neokonfuzianers vor einem daoistischen Werk ist selbst für die geistesgeschichtlich sehr tolerante Ming-Zeit ungewöhnlich.



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