: Alternativ-Medizin bei AIDS

Alternativ-Medizin bei AIDS

HIPPOKRATES – Schriftenreihe Medizinische Forschungsergebnisse, Band 47

Hamburg 1997, 238 Seiten
ISBN 978-3-86064-542-0 (Print)

AIDS, Alternativmedizin, hämatogene Oxygenationstherapie, HIV, HOT, Medizin, Naturheilkunde, Ozontherapie, Phytotherapie

Zum Inhalt

Das Buch entstand aus einem Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit an das Kuratorium AIDS der Paul-Ehrlich-Gesellschaft.

Neben der gebräuchlichen Pharmakotherapie bei der Behandlung der HIV-Infektion haben sich in den letzten Jahren immer mehr alternative Therapieverfahren etabliert. In weit größerem Maße als bei vielen anderen Erkrankungen wird eine psychosoziale Komponenten klinisch relevant. Das Gefühl, missverstanden zu werden, die Anonymität und die oft nur ungenügende Berücksichtigung der sozialen Komponente sind nicht zu unterschätzende Gründe für eine Hinwendung zur alternativen Medizin und Abkehr von der Schulmedizin; aber auch der Zeitgeist spielt eine Rolle.

Die Definition der alternativen Medizin ist problematisch. Medizinische Alternativen sind noch lange keine alternative Medizin. Obwohl sich diese Bezeichnung immer mehr eingebürgert, sind die besseren Bezeichnungen „unkonventionelle medizinische Maßnahmen“ bzw. „komplementäre medizinische Maßnahmen“. Schwerpunkt dieser Untersuchung sind bei AIDS relativ häufig propagierte alternativ-medizinischen Maßnahmen wie z.B. die hämatogene Oxygenationstherapie (HOT) bzw. die Ozontherapie. Weiterhin werden Maßnahmen zur Steigerung der Abwehrbereitschaft des Körpers, die Phytotherapie sowie magische Verfahren u.a. behandelt. Typischerweise werden alternative Therapieformen als bunter Cocktail verschiedenster Maßnahmen angewandt (alternative Polypragmasie).

Die Autoren dokumentieren und evaluieren den Stellenwert und den Umfang von alternativ-medizinischen Maßnahmen in den unterschiedlichen Stadien der HIV-Infektion. Dabei werden u.a. auch therapeutische und diagnostische Verfahren, soweit vorhanden, berücksichtigt. Um eine tatsächliche Aussage treffen zu können, werden neben den Patienten auch niedergelassene Ärzte, Ärzte in der Klinik und Heilpraktiker zu diesem Themenkreis befragt.



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