: Öffentliche und kulturelle Aktivitäten feministisch orientierter Frauenprojekte

Öffentliche und kulturelle Aktivitäten feministisch orientierter Frauenprojekte

Feldstudien am südlichen Oberrhein

FEMINAT – Studien zur Frauenforschung, Band 6

Hamburg 1997, 204 Seiten
ISBN 978-3-86064-538-3 (Print)

Feldstudien, Feminismus, Frauengruppen, Frauenorganisationen, Frauenprojekte, Kulturelle Aktivitäten, Psychologie, Regionale Netzwerke, Überregionale Netzwerke

Zum Inhalt

Von einer allgemeinen Öffentlichkeit, den herrschenden Medien und politischen Instanzen selten wahrgenommen, haben sich aus der Frauenbewegung heraus überall in der (alten) BRD sogenannte autonome oder feministische Frauengruppen entwickelt. Welche Projektaktivitäten und -potentiale gehen von ihnen aus, welche Intentionen und Zielsetzungen stecken dahinter?

Diese Untersuchung geht u.a. diesen Fragen auf den Grund und gibt eine Bestandsaufnahme in diesem bisher noch kaum erforschten Bereich. Der Leserschaft wird eine Datenbasis an die Hand gegeben, die ein Extrakt aus den Befragungen und Beobachtungen in 44 Frauenprojekten darstellt. Die Aussagen bzw. erhobenen Daten beschreiben empirische Handlungsformen, Praxisvorstellungen wie auch theoretische Bestimmungen und kognitive Haltungen, wie sie sich innerhalb regionaler Frauen- bzw. feministischer Bewegung nachvollziehen lassen. Die Untersuchung wirft damit ein Spannungsverhältnis in den Frauengruppen auf zwischen den theoretischen Standpunkten und ihren Handlungspraktiken und -resultaten. Sie stellt darüber hinaus nuancierte Ergebnisse vor im Kontext von Aktivitätsbereichen regionaler Frauengruppen, Feminismuskonzeptionen sowie der Öffentlichkeit, Kultur und Vernetzung von Frauenprojekten.

Die feministisch orientierte politische Kultur und Initiative am konkreten Beispiel der Arbeit feministischer Frauengruppen scheinen Wegstrecken zu sein, die auf Veränderungen anhaltender Diskriminierung und Ausgrenzung hin zu mehr Selbstbestimmung von Frauen weisen. Sie öffnen mögliche Wege zu einer gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und damit zu einer notwendigen Umwandlung unserer Gesellschaft.

Es liegt dieser Arbeit die Absicht zugrunde, ein dynamisches Potential praktizierter Formen von (Frauen-)Widerstand, Sinnkonstruktionen und Strategien zu entdecken, das zur positiven Veränderung der sozialen und kulturellen Geschlechterverhältnisse in Richtung eines Gleichgewichts gesellschaftlicher Macht- bzw. Ressourcenverteilung und Rollenbewertung führen soll. Sie ist auf dem Hintergrund einer in diesem Sinn engagierten und feministischen Wissenschaft zu verstehen.



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