: Betrachtungen von Entscheidungsprozessen mittels Blickbewegungsanalyse

Betrachtungen von Entscheidungsprozessen mittels Blickbewegungsanalyse

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 16

Hamburg 1997, 220 Seiten
ISBN 978-3-86064-534-5

Bewertung von Entscheidungen, Blickbewegungsanalyse, Blickbewegungsregistrierung, Entscheidungshilfe, Entscheidungspsychologie, Methode des lauten Denkens, Psychologie

Zum Inhalt

Das Buch basiert auf einer empirischen Arbeit zur Entscheidungspsychologie. Nur selten wird die Methode der Blickbewegungsregistrierung in der Entscheidungspsychologie eingesetzt. Obwohl sie, wie auch das vorliegende Buch beweist, eine sehr gute Methode zur Erforschung von Entscheidungsprozessen darstellt.

Am Anfang des Buches erfolgt eine knappe, aber vollständige Darstellung der entscheidungstheoretischen Grundlagen. Eine übersichtliche und vollständige Darstellung der Datenerhebungsmethoden in der Entscheidungsforschung ergänzt die theoretischen Einführungen. Es wird ein Experiment beschrieben, bei dem die Probanden 10 Alternativen, die sich in 10 Attributen unterschieden, in eine Rangfolge zu bringen hatten. Dieser Entscheidungsfindungsprozess wurde mit verschiedenen Methoden beobachtet. Die Hauptmethode war die Blickbewegungsregistrierung. Die Versuchspersonen wurden teilweise zu lautem Denken angehalten. Bei einigen Probanden wurde die Informationssuche mit dem Informationstafel-Prinzip beobachtet, statt mittels Blickbewegungsmethode.

Die Ergebnisse der einzelnen Methoden werden gegenübergestellt. Die Blickbewegungsregistrierung zeigt sich als geeignetste Methode, aber auch als aufwendigste. Das laute Denken bringt ebenfalls brauchbare Ergebnisse, muss aber mit einigen kritischen Einschränkungen betrachtet werden. Das Informationstafelprinzip scheint in der hier untersuchten Form am ungeeignetsten, um Entscheidungen abzubilden. Es wurden Spezifika des Entscheidungsprozesses mittels der erhobenen Daten aus den verschiedenen Methoden untersucht. Die Entscheidungssicherheit wurde unter den einzelnen Untersuchungsparadigmen als Maß der Güte der Entscheidung betrachtet. Sie ist ein intuitives Maß und spiegelt somit die Bewertung des Prozesses angemessener wider.



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