: Frauenseminare, Frauenforschung und Frauenförderung

Frauenseminare, Frauenforschung und Frauenförderung

Geschichte und Perspektive am Beispiel des Fachbereichs Psychologie der Universität Hamburg

FEMINAT – Studien zur Frauenforschung, Band 5

Hamburg 1997, 348 Seiten
ISBN 978-3-86064-501-7 (Print)

Bildungsarbeit, Feminismus, Frauen, Gender Studies, Psychologie, Universität Hamburg

Zum Inhalt

Die Unkenntnis der eigenen Geschichte und Leistung diente als eines der Hauptmittel, die Frauen unterdrückt zu halten.

Gerda Lerner

Frauenseminare, Frauenforschung, Frauenförderung - welche wissen heute noch, wie und warum Frauenpolitik Anfang der 70er Jahre ihren Einzug an westdeutschen Hochschulen hielt? Was waren die anfänglichen Inhalte und Ziele und was ist im Verlauf von über 25 Jahren daraus geworden?

Am Fachbereich Psychologie der Universität Hamburg konnte sich eine „Frauen-Nische“ etablieren, die in dieser Arbeit eingehend untersucht wird. Drei „Frauenseminare“ sind kontinuierlich im Lehrangebot. Studentinnen-Kollektive dieses Fachbereichs waren und sind Gründerinnen / Mitarbeiterinnen eines Großteils der Hamburger Projekte der psychosozialen Beratung und Therapie von Frauen. Es wurde eine Vielzahl von frauenspezifisch orientierten Abschlussarbeiten geschrieben und Frauenförderung ist inzwischen Bestandteil der (Frauen)Politik am Fachbereich.

Nach einer kurzen Einführung in das hier zugrundeliegende Feminismus- und Forschungsverständnis geht es im Kapitel „Herstory“ um die historische Entwicklung dieser frauenpolitischen Aktivitäten. Der Abschnitt „Erfahrungen“ beschäftigt sich mit der Frage nach der „Vermittlung von Methodologie / Methoden in der Frauenforschung“ im Psychologie-Studium, einem bisher kaum berücksichtigten Bereich der feministischen Diskussion. Am Ende wird ein Curriculum „Frauenstudien / Frauenforschung im Studium der Psychologie“ entworfen, das sowohl die Erfahrungen in Hamburg, als auch in Berlin, Bielefeld und Bremen berücksichtigt.

Diese Arbeit dokumentiert und würdigt die Leistungen von Frauen an der Hochschule. Sie gibt einem Teilbereich der Neuen Frauenbewegung und ihren Protagonistinnen eine persönliche und kollektive historisch-politische Identität und sie bietet lernenden und lehrenden Frauen (und Männern) praktische Anregungen für ihre Arbeit in institutionellen Gremien, in der Lehre und/oder in der Forschung.



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