: Auswirkungen einer Extensivierung des Weizenanbaus auf das Auftreten und die Schadrelevanz von Fuß-, Blatt- und Ährenkrankheiten

Auswirkungen einer Extensivierung des Weizenanbaus auf das Auftreten und die Schadrelevanz von Fuß-, Blatt- und Ährenkrankheiten

AGRARIA – Studien zur Agrarökologie, Band 20

Hamburg 1996, 176 Seiten
ISBN 978-3-86064-383-9 (Print)

Agrarwissenschaft, Epidemiologie, Ertrag, extensiver Weizenanbau, Fruchtfolge, Fungizide, Krankheiten, ökologischer Landbau, Pflanzenschutz

Zum Inhalt

In dieser Arbeit untersucht der Autor bei Winterweizen in extensiven Anbausystemen, welche Krankheitserreger zu welcher Zeit und mit welcher Stärke auftreten und ob, wie vielfach behauptet, extensiver Pflanzenbau tatsächlich gesündere Bestände mit sich bringt. Es werden zunächst Anbausysteme unterschiedlicher Intensitätsstufen auf das Auftreten von Fuß-, Blatt- und Ährenkrankheiten hin analysiert. Im Mittelpunkt steht hierbei der Vergleich von Erregerprogressionen in ökologisch und konventionell bewirtschafteten Praxisschlägen. Die Weizenproduktion im ökologischen Landbau stellt, zumindest in Mitteleuropa, die extensivste Form der Bewirtschaftung hinsichtlich des Einsatzes an Betriebsmitteln dar. Außerdem verfügt der ökologische Betrieb nahezu ausschließlich über pflanzenbaulich regulative Maßnahmen zur Gesunderhaltung seiner Bestände, während den konventionell wirtschaftenden Betrieben eher eine Vernachlässigung von befallsvorbeugenden Maßnahmen unterstellt wird.

Wenn also Unterschiede im Auftreten von Krankheitserregern in Betrieben unterschiedlicher Intensitätsstufen vorhanden sind, so müssten sie im Vergleich dieser beiden Extreme zu finden sein. Während hierbei fungizidunbehandelte Bestände verglichen werden, erfolgt im Exaktversuch ein Vergleich von EG-Extensivierungsmaßnahmen fungizidunbehandelter und -behandelter Bestände unterschiedlicher Intensitätsstufen auf epidemiologischer und ertraglicher Basis. Somit bekommt man einen Überblick über die Rentabilität von Produktionsmitteln, insbesondere von Fungiziden. Ergänzt werden diese Untersuchungen durch epidemiologische Erhebungen in Fruchtfolgebeständen, da insbesondere im Hinblick auf Blattkrankheiten in dieser Richtung wenige Erfahrungen vorliegen.

Darüberhinaus erfolgen Versuchsanstellungen zur Überprüfung von Bekämpfungsschwellen im Rahmen integrierter Pflanzenschutzsysteme. Es wird geprüft, ob unter den veränderten Rahmenbedingungen (Sorten, Fungizide, Weizenerzeugerpreise) Änderungen in Entscheidungsmodellen notwendig werden bzw. ob eine weitere Optimierung möglich ist. Ansatzpunkte hierfür sind zum einen der Einsatz von reduzierten Fungizidaufwandmengen, zum anderen die Überprüfung der Bekämpfungswürdigkeit von Fußkrankheiten (Pseudocercosporella herpotrichoides).



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