: Die Geschichte und Bedeutung der Pommerschen Confirmatio

Die Geschichte und Bedeutung der Pommerschen Confirmatio

THEOS – Studienreihe Theologische Forschungsergebnisse, Band 11

Hamburg 1995, 180 Seiten
ISBN 978-3-86064-252-8 (Print)

Admission, Agende 1569, Gesangbuch, Kirchenordnung 1563, Konfirmation, Konfirmationsordnung, Pommern, Pommersche Confirmatio, Theologie

Zum Inhalt

Immer mehr junge Menschen suchen in einer Zeit, die einem geistigen und religiösen Pluralismus verfallen ist, nach glaubwürdiger Bindung und Wegweisung. Dieses Suchen endet aber, bedingt durch den Werteverfall und Vertrauensverlust gegenüber bisher gültigen Werten und Ideologien, in Orientierungslosigkeit. Ebenso hat sich gezeigt, dass ein kirchlicher „Markt der Möglichkeiten“ nicht in der Lage sein kann, klare Orientierungen und eine Wegweisung für den Lebensalltag zu bieten. Auch sind die bisherigen Konfirmationsordnungen und -vorschläge durch den jeweiligen Zeitgeist der Vergangenheit bis hin zur Gegenwart überlagert und belastet.

In der Pommerschen Confirmatio wird der Kirche eine auf reformatorischer Grundlage und aus seelsorgerlicher Verantwortung gestaltete Ordnung geboten, die im Ringen um die Neuordnung der Konfirmation ein Leitbild sein kann. Sie wird gehalten „um des Katechismus und des Gebets willen“. Die Kenntnis des Katechismus verbunden mit der Fürbitte und Segnung, der Einsegnung, sollte den jungen Menschen befähigen, in der Gemeinde und Welt als Christ zu bestehen.

Der Autor beschreibt zunächst die Vorgeschichte der Pommerschen Confirmatio, ihre endgültige Gestaltung in der Kirchenordnung von 1563 und der Agende von 1569 sowie ihr Verhältnis zur römischen Firmung und zu anderen Konfirmationsordnungen der Reformationszeit. Das zeitliche Verhältnis von Konfirmation und Admission und das Konfirmationsalter finden dabei besondere Berücksichtigung. Es folgen Darstellungen zu den Synodalbestimmungen über die Durchführung der Konfirmation und zum Verständnis der Pommerschen Confirmatio in den Privatagenden, Gesangbüchern und Katechismen in den Zeiten von Orthodoxie, Pietismus und Aufklärung. Dann arbeitet der Autor die Angaben über Konfirmation und Admission in den Kirchenbüchern und -registern der verschiedenen Bezirke Pommerns auf, um schließlich die Beseitigung der Pommerschen Confirmatio durch staatliche und kirchliche Verordnungen zwischen 1829 und 1868 darzustellen. Eine Reflexion über die Pommersche Konfirmationsordnung als Leitbild einer Neuordnung schließt die Ausführungen ab, die außerdem durch ein Namens- und Ortsregister sowie zahlreiche Quellenauszüge abgerundet werden.



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