: Menschliche Lebenswelt im technischen Fortschritt

Menschliche Lebenswelt im technischen Fortschritt

Zur Analyse der technisierten Moderne bei Jürgen Habermas

BOETHIANA – Forschungsergebnisse zur Philosophie, Band 17

Hamburg 1995, 173 Seiten
ISBN 978-3-86064-248-1 (Print)

Faktizität und Geltung, Geschichtswissenschaft, Gesellschaftstheorie, Herrschaftslegitimation, Jürgen Habermas, Komplexitätssteigerung, Kritische Theorie, Max Horkheimer, Technikphilosophie

Zum Inhalt

Eine entscheidende Frage unserer Zeit ist die nach dem Verhältnis von menschlicher Lebenswelt und technischem Fortschritt. Mit diesem Thema setzt sich unter anderem Jürgen Habermas, einer der - auch international - bekanntesten zeitgenössischen Philosophen, auseinander.

In diesem Buch wird zunächst eine verständliche Einleitung in die komplexe Thematik geboten. Darin eingeschlossen ist auch eine Einführung in Leben und Werk von Jürgen Habermas. Hier werden die Voraussetzungen, die zum Verständnis der Theorie von Habermas nötig sind, seine Stellung zur Kritischen Theorie, sein Gesellschaftsbild und seine Geschichtsphilosophie, eingehend geklärt. Angefangen von seinen frühen Aufsätzen bis hin zu seiner letzten umfangreichen Schrift „Faktizität und Geltung“ liegt hier sowohl eine umfassende als auch eine sehr detaillierte Auseinandersetzung mit dem Werk von Jürgen Habermas vor.

Klar und übersichtlich wird seine Stellung zur Technik herausgearbeitet und später auch mit anderen Ansätzen verglichen. Die zentrale Frage von Habermas dabei lautet: „Wie kann die Gewalt technischer Verfügung in den Konsensus handelnder und verhandelnder Bürger zurückgeholt werden?“ Dementsprechend wird der Stellenwert des „kommunikativen Handelns“ erläutert. Einer der Hauptschwerpunkte der Arbeit liegt auf der Bearbeitung des rechtsphilosophischen Werkes von Habermas, „Faktizität und Geltung“. Dort wird der Diskurstheorie ihre letztliche Bedeutung zugewiesen und Habermas‘ Werk erst wirklich vervollständigt.

Neben diesem besonders aktuellen Teil bietet das Buch auch einen ausgezeichneten Überblick über das Schaffen des Philosophen unter besonderer Berücksichtigung seiner Beurteilung von Wissenschaft und Technik. Dazu wird auch eine wissenschaftstheoretische Fortführung seines Denkens vorgestellt. Abgerundet wird die Arbeit im letzten Teil durch die Betrachtung anderer philosophischer Ansätze zum Thema, wie z.B. Max Horkheimers „Kritik der instrumentellen Vernunft“. Dabei werden auch Denker hinzugezogen, die nicht der Kritischen Theorie zugerechnet werden. Schließlich werden hier auch kritische Stellungnahmen zur Theorie von Jürgen Habermas angeführt. Insgesamt stellt die Arbeit einen wertvollen Beitrag zur aktuellen technikphilophischen Diskussion und zur gegenwärtigen Habermas-Rezeption dar.



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