: Migrantenliteratur im Unterricht

Migrantenliteratur im Unterricht

Der Beitrag der Migrantenliteratur zum Kulturdialog zwischen deutschen und ausländischen Schülern

EUB. Erziehung – Unterricht – Bildung, Band 18

Hamburg 1992, 400 Seiten
ISBN 978-3-86064-050-0 (Print)

Ausländer, Deutschunterricht, Kulturdialog, Migrantenliteratur, Pädagogik, rechtsradikal, Schule, Sozialisation, Stigmatisierung

Zum Inhalt

Der Kulturdialog zwischen In– und Ausländern auf breiter gesellschaftlicher Ebene – nicht zuletzt im Hinblick auf die beängstigenden ausländerfeindlichen Übergriffe rechtsradikaler Gruppen in jüngster Zeit – ist bis dato weitgehend ein Desiderat geblieben. Diejenigen unter den hier lebenden Ausländern, die ihre Migrationserfahrungen literarisch verarbeitet haben, eröffnen mit ihren Texten zugleich die Möglichkeit, über diese miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Autorin plädiert daher für eine Ausweitung des Rezipientenkreises auf Haupt–, Gesamt– und Berufsschulklassen der Sekundarstufe I, so daß sich die Schüler mit der Situation des “Fremden in der Fremde” auseinandersetzen müssten, wodurch ethnozentrischen Tendenzen entgegengewirkt werden könnte.

Dieses Buch leistet nicht nur die Darstellung des Gegenstandsbereiches “Migrantenliteratur” in seinen einzelnen Entwicklungsphasen mittels einer deskriptiv–analytischen Verfahrensweise, sondern schließt auch die Untersuchung der sozialisations–bedingten Ausgangssituation der ausländischen Jugendlichen hinsichtlich ihrer Voraussetzung als Rezipienten der Migrantenliteratur ein. Unterschiede wie Gemeinsamkeiten ihrer Sozialisation, in der Abhängigkeit von ihren Eltern, werden nachgewiesen und die Bedeutung ihrer Stigmatisierung als “Ausländer” thematisiert.

Neben der Erarbeitung der didaktisch–methodischen Voraussetzungen für den Einsatz von Migrantenliteratur im Deutschunterricht beinhaltet das Buch auch die Umsetzung der zuvor gewonnenen Erkenntnisse in konkrete Unterrichtsentwürfe mittels dreier Textsequenzen für die Hand des Deutschlehrers.



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