: Kunstpolitik im östlichen Nachkriegsdeutschland

Kunstpolitik im östlichen Nachkriegsdeutschland

Mit besonderer Berücksichtigung des Landes Thüringen von 1945-1952

Schriften zur Kulturwissenschaft, Band 1

Hamburg 1993, 480 Seiten
ISBN 978-3-86064-039-5 (Print)

bürgerliche Dekadenz, Gleichschaltung der Kunst, Kulturgeschichte der DDR, Kulturwissenschaft, östliche Nachkriegsdeutschland, östliches Nachkriegsdeutschland, Realismus-Formalismus-Debatte, Schauprozesse, sozialistischer Realismus

Zum Inhalt

Dieses Buch verfolgt den kunstpolitischen Neubeginn im Osten Deutschlands nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges bis in die Frühzeit der DDR. Die Verfasserin richtet dabei ihr besonderes Augenmerk auf eine ideologische Kampagne, die als Realismus-Formalismus-Debatte in die Kunst- und Kulturgeschichte der DDR eingegangen ist.
Den Beginn des kunstpolitischen Entfremdungsprozesses zwischen beiden deutschen Staaten markiert nicht das Gründerjahr 1949. Schon in den ersten Nachkriegsjahren betrieb die SED-Führung die Ausweitung des von ihr beanspruchten ideologischen und ökonomischen Monopols auf die Kunst. Denunziation und Schauprozesse begleiteten die Abgrenzung einer volksverbundenen und parteilichen Kunst von der sogenannten bürgerlichen Dekadenz.
Die ganze Tragweite der Gleichschaltung der Kunst im Zeichen des sozialistischen Realismus macht insbesondere der Exkurs über die kaum bekannte Kunstlandschaft Thüringen deutlich. Dazu bekommt der Leser in dem zweiten Teil des Bandes weitgehend unveröffentlichtes dokumentarisches Material in die Hand.
Somit greift diese Diagnose der kunstpolitischen Prozesse in der SBZ/DDR nicht nur in die anstehende Revision der künstlerischen Hinterlassenschaft des SED-Staates ein. Sie darf sich gleichsam auch als Beitrag zur Regionalgeschichte des wiedererstandenen Landes Thüringen verstehen.



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