: Die schulische Förderung mehrfachgeschädigter Kinder und Jugendlicher mit geistiger Behinderung in der Bundesrepublik Deutschland, 2. Aufl.

Die schulische Förderung mehrfachgeschädigter Kinder und Jugendlicher mit geistiger Behinderung in der Bundesrepublik Deutschland, 2. Aufl.

Studien zur Kindheits- und Jugendforschung, Band 2

Hamburg 1996, 420 Seiten
ISBN 978-3-86064-009-8 (Print)

Erziehung, Förderbedarf, geistige Behinderung, Körperbehinderung, Mehrfachschädigung, Psychologie, schulische Förderung, Sinnesschädigung, Sonderpädagogik

Zum Inhalt

Schüler mit geistiger Behinderung weisen nicht selten zusätzlich Körperbehinderungen und/oder Sinnesschädigungen auf. Für sie wurden und werden in den Schulen für Seh- und Hörgeschädigte sowie für Körperbehinderte zunehmend eigene Klassen bzw. Abteilungen oder
gar spezielle, eigenständige Einrichtungen geschaffen. Aber auch an den Schulen für geistig Behinderte werden vereinzelt solche Schüler unterrichtet. Daher ist es notwendig geworden, für diesen Personenkreis auf der Grundlage einer tragfähigen Sichtweise von „Mehrfachschädigung“ ein Konzept zur effektiven schulischen Förderung zu entwickeln. Unter Berücksichtigung der Situation im Ausland wird detailliert den Fragen nachgegangen,
   -   wie groß die Zahl dieser Schülergruppe ist,
   -   welche Auswirkungen zusätzliche körperliche und sensorische Schädigungen auf das Lernverhalten ausüben,
   -   welcher besondere Förderbedarf sich daraus ableiten lässt,
   -   wie diesem mit sonderpädagogischen Maßnahmen angemessen begegnet werden kann,
   -   ob eine Internatsunterbringung vieler Schüler an den überregionalen Einrichtungen für Körperbehinderte und Sinnesgeschädigte vermieden werden kann und
   -   wie die Möglichkeiten einer gemeinsamen Erziehung mehrfachgeschädigter und nicht behinderter Schüler einzuschätzen sind.
Die theoretischen Erörterungen werden ergänzt durch eigene empirische Erhebungen, deren Ergebnisse in zahlreichen Tabellen und Abbildungen veranschaulicht werden.
Als leitende Gesichtspunkte für eine Neukonzeption der schulischen Förderung mehrfachgeschädigter Schüler werden zum einen die Hinwendung zum individuellen und besonderen Förderbedarf des einzelnen Kindes sowie die Kriterien der Wohnortnähe und der „möglichst geringfügigen sozialen Einschränkung“ herausgestellt.
Dieses Buch richtet sich nicht nur an alle an Hochschulen tätigen Fachleute und Pädagogen sowie Studierende der Sonderpädagogik, sondern auch an in der Praxis stehende Lehrpersonen und Erzieher, die Hilfen für die Erziehung und Unterrichtung von Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung erwarten.



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