Doktorarbeit: Krafttraining auf der Basis systemdynamischer Prinzipien

Krafttraining auf der Basis systemdynamischer Prinzipien

Schriften zur Sportwissenschaft, Band 144

Hamburg 2018, 264 Seiten
ISBN 978-3-8300-9941-3 (Print & eBook)

Differenzielles Lernen, EMG, Ganganaylse, Krafttraining, Kreatinkinase, Maximalkraft, Mustererkennung, Sportwissenschaft, Systemdynamik, Trainingswissenschaft, Transfereffekte

Zum Inhalt

Krafttraining übt eine große Faszination auf sporttreibende Menschen aus und die wissenschaftliche Auseinandersetzung damit reißt nicht ab. Die Beweggründe, Krafttraining durchzuführen hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert. Ein Überdenken der bisherigen Krafttrainingsmethoden liegt daher nahe. In der vorliegenden Arbeit wird das Krafttraining allgemein mit der Systemdynamik und speziell mit dem Differenziellen Lernen neu gedacht.

In zwei aufeinander aufbauenden Experimenten werden die Effekte eines differenziellen und herkömmlichen Krafttrainings auf die Entwicklung der Maximalkraft, der dabei auftretenden Muskelschädigung, ihre Auswirkungen auf die Koordination und mögliche Transferleistungen verglichen. Im ersten Experiment werden die Maximalkraft klassisch dynamometrisch bestimmt, die Muskelschädigung interdisziplinär mittels Kreatinkinase diagnostiziert und die Veränderung des individuellen Gangmusters mittels nicht linearer Mustererkennung anhand von Support Vector Machines vorgenommen Das zweite Experiment befasst sich neben den Effekten auf die Maximalkraft zusätzlich mit möglichen Transfereffekten auf die vertikale Sprungkraft sowie die Wurf- und Stoßkraft. Zur detaillierteren Betrachtung der koordinativen Einflüsse werden im Falle der Wurf- und Stoßkraft nicht nur die Gesamtleistung sondern auch die Muskelaktivierung mittels EMG analysiert und im Falle der Sprungkraft zusätzlich die Bodenreaktionskräfte mittels Mustererkennungsverfahren untersucht.

Die Ergebnisse beider Studien liefern Hinweise für einen positiven Übertrag des Differenziellen Lernens auf das Krafttraining bezüglich der Maximalkraftleistung: Beide Experimentalgruppen zeigen gleiche Leistungsentwicklungen mit statistisch signifikanten Steigerungen bei hohen Effektstärken. Aufgrund der vorgestellten theoretischen Grundlagen und der Datenlage beider Experimente erscheint ein Krafttraining auf Basis systemdynamischer Prinzipien als überdenkenswert für die Trainingspraxis.

Link des Autors

Universität Mainz Mitarbeiterseite Patrick Hegen

    

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