Dissertation: Die Informationsrelevanz der Unternehmenspublizität im Rahmen von Organeigengeschäften

Die Informationsrelevanz der Unternehmenspublizität im Rahmen von Organeigengeschäften

– Eine komparative Analyse auf dem deutschen Anleihe- und Aktienmarkt –

Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling, Band 154

Hamburg 2018, 218 Seiten
ISBN 978-3-8300-9930-7 (Print/eBook)

Aktienmärkte, Anleihemärkte, Ereignisstudie, Informationseffizienz, Informationsökonomie, Informationsrelevanz, Insiderhandel, Kapitalmarkttheorie, Meldepflichten, Offenlegungspflichten, Organeigengeschäfte, Rechnungslegung, Unternehmenspublizität, § 15a WpHG

Zum Inhalt

Im Rahmen dieser Untersuchung wird mittels der Ereignisstudienmethodik die Informationsrelevanz publizierter Organeigengeschäfte bzw. Directors‘ Dealings-Transaktionen nach § 15a WpHG für Fremd- und Eigenkapitalgeber der DAX30-, TecDAX-, MDAX- und SDAX-Unternehmen komparativ untersucht. Das Werk liefert dabei einen Beitrag zur aktuellen Reform des europäischen Insiderrechts aus Sicht der empirischen Kapitalmarktforschung. Signifikante Kapitalmarktreaktionen können sowohl für den Anleihen- als auch den Aktienmarkt nachgewiesen werden. Auf dem Anleihemarkt führen insbesondere Informationen zu Erwerbstransaktionen von Unternehmensinsidern zu signifikanten Veränderungen der Credit Spreads, was als erstmaliger empirischer Nachweis der Informationsrelevanz offengelegter Organeigengeschäfte am deutschen Anleihemarkt gewertet werden kann. Die zeitlichen Anpassungsprozesse der betrachteten Kapitalmärkte weisen eine sehr individuelle Struktur auf, was auf eine unterschiedlich ausgeprägte Informationseffizienz beider Märkte hindeutet. Insbesondere ist festzustellen, dass der Anleihemarkt signifikant später die neuen Informationen verarbeitet als der Aktienmarkt. Im Rahmen von Insiderkäufen kann sodann den auf dem Aktienmarkt gemessenen Abnormalen Renditen ein signifikanter Erklärungsgehalt für die Spreadänderungen am Anleihemarkt nachgewiesen werden. Der Anleihemarkt „lernt“ gemäß den der Studie vorliegenden Erkenntnissen vom Aktienmarkt.

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