Dissertation: Der Funktionsschutz des Finanzmarktes nach der Finanzkrise im Spannungsfeld zwischen Effektivitätssteigerung und strafrechtlichen Grundprinzipien

Der Funktionsschutz des Finanzmarktes nach der Finanzkrise im Spannungsfeld zwischen Effektivitätssteigerung und strafrechtlichen Grundprinzipien

Schriften zum Bank- und Kapitalmarktrecht, Band 18

Hamburg 2018, 278 Seiten
ISBN 978-3-8300-9926-0

Effektivität, Effektivitätssteigerung, Funktionsschutz, Insiderhandel, Kapitalmarkt, Kapitalmarktrecht, Marktbissbrauchsverordnung, Marktmanipulation, Rechtsgut, Strafrecht, Umgehungsklausel, Verstoß von Geschäftsleitern im Risikomanagement, Whistleblower, § 54a KWG

Zum Inhalt

Der Autor untersucht die Straftatbestände des Insiderhandels, der Marktmanipulation und des Verstoßes gegen die Pflichten von Geschäftsleitern im Risikomanagement.

Verbindendes Element dieser drei Straftatbestände ist das gemeinsame Universalrechtsgut des Funktionsschutzes des Finanzmarktes. Zunächst wird daher das Wesen dieses Rechtsgutes untersucht und danach spezifiziert.

Im Folgenden werden die Maßstäbe für Effektivität im Strafrecht diskutiert. Am Maßstab der Effektivität werden dann zunächst der Insiderhandel und die Marktmanipulation untersucht. Für diese Straftatbestände werden insbesondere auch die Änderungen durch die Europäisierung des Strafrechts berücksichtigt. Sowohl die Marktmissbrauchsverordnung als auch die Marktmissbrauchsrichtlinie haben zu tiefgreifenden Änderungen geführt, die eine Bewertung im Hinblick auf Effektivität notwendig machen.

Im nächsten Schritt wird dann der noch recht junge Straftatbestand des Verstoßes gegen die Pflichten von Geschäftsleitern im Risikomanagement auf Effektivität hin untersucht.

Über die vorgenannten drei Straftatbestände hinaus werden die Probleme des Finanzmarktstrafrechts als Gesamtkomplex dargestellt. Hierzu gehört eine eingehende Analyse der Verfassungskonformität und des damit einhergehenden Prinzipienkonflikts. Überdies wird auf Whistleblower, Umgehungsklauseln und auch auf die internationale Gesetzgebung im Bereich des Finanzmarktstrafrechts eingegangen.

Die Studie schließt mit einem Gesetzgebungsvorschlag zur Neuregelung der untersuchten Straftatbestände. Dabei wird sich auch mit der sogenannten „Frankfurter Schule“ auseinandergesetzt, welche der fortschreitenden Ausweitung des Strafrechts kritisch gegenübersteht. Als Folge dessen werden Alternativen und Ergänzungen zu Freiheits- und Geldstrafe untersucht.



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