Dissertation: Sturzprävention im Krankenhaus

Sturzprävention im Krankenhaus

Eine gesundheitsökonomische Analyse zum Einsatz von Sturzrisiko-Screenings und Sturzpräventionsmaßnahmen bei geriatrischen Patienten

Schriftenreihe Gesundheitswissenschaften, Band 21

Hamburg 2018, 448 Seiten
ISBN 978-3-8300-9876-8

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Zum Inhalt

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Mobilität ist die entscheidende Schlüsselkomponente zum Erhalt der Selbständigkeit und Autonomie im Alter und trägt wesentlich zu Lebensqualität und Wohlbefinden bei. Stürze im höheren Lebensalter sind auch Anzeichen von krankhaft veränderten und beschleunigten Alterungsprozessen (Frailty) mit erheblichen Folgen für die betroffenen Patienten in Form von Funktionsverlusten, Erkrankung, Pflegebedürftigkeit, Institutionalisierung und Tod. Dadurch stehen auch Gesundheits- und Sozialsicherungssysteme vor finanziellen Belastungen.

Auch im Setting Krankenhaus stellen Stürze älterer Patienten ein häufiges unerwünschtes Ereignis dar. Sie gehen einher mit Verletzungen, verlängerter Verweildauer, Immobilität, Behinderung. Dies führt zu erhöhtem Ressourcenverbrauch. Die Vermeidung von Sturzereignissen im Krankenhaus ist deshalb essentieller Bestandteil von Patientensicherheit und sowohl für Patienten (Erhalt der Selbstständigkeit) als auch für Leistungserbringer (Reputation, ökonomisches Ergebnis) von hohem Interesse.

Ausgehend von einer Darstellung zur Medizin des Alterns werden das geriatrische Syndrom „Sturz“ ausführlich beschrieben und evidenzbasierte Möglichkeiten der Sturzvermeidung erötert. So sind Sturzrisiko-Screenings multifaktorielle Interventionen Bestandteile wirksamer Sturzprävention. Kern der vorliegenden Untersuchung ist die gesundheitsökonomische Analyse ausgewählter Sturzrisiko-Screening Instrumente mit darauf aufbauenden Sturzpräventionsmaßnahmen für ältere Krankenhauspatienten. Die Ergebnisse werden ausführlich diskutiert und in den Kontext aktueller gesundheitspolitischer Diskussionen zu Qualitätssicherung im Krankenhaus und zur Förderung von Prävention im Alter gestellt.

Der interdisziplinäre Untersuchungsaufbau stellt dabei Schnittstellen, Wechselwirkungen und Verknüpfungen zwischen den zwei Fachgebieten der Gesundheitsökonomie und der Altersmedizin dar.



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