Doktorarbeit: Der Einfluss von Corporate Responsibility Reporting auf die unternehmerische Verantwortung

Der Einfluss von Corporate Responsibility Reporting auf die unternehmerische Verantwortung

Eine empirische Analyse des Zusammenhangs von freiwilliger Berichterstattung und korporativem Fehlverhalten

Nachhaltigkeits-Management – Studien zur nachhaltigen Unternehmensführung, Band 34

Hamburg 2018, 300 Seiten
ISBN 978-3-8300-9851-5 (Print/eBook)

2SLS, Betriebswirtschaft, Corporate Reponsibility Reporting, Corporate Responsibility, Einflussfaktoren, Freiwillige Berichterstattung, Global Reporting Initiative, Instrumentvariablenschätzung, Korporatives Fehlverhalten, Nachhaltigkeitsbericht, Reporting, UN Global Compact, Unternehmensführung, Unternehmerische Verantwortung

Zum Inhalt

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Für die Implementierung des Konzepts der verantwortungsvollen Unternehmensführung nimmt die Berichterstattung zu Corporate Responsibility (CR) eine tragende Rolle ein. Entsprechende Berichte sollen sowohl zu internen als auch zu externen Zwecken die CR Performance von Unternehmen offenlegen. Übergeordnetes Ziel des Reportings ist das Erreichen einer verantwortungsvollen Unternehmensführung und damit letztlich das Vermeiden korporativen Fehlverhaltens wie Umweltverschmutzungen oder Menschenrechtsverletzungen.

Während in der Literatur das Phänomen des CR Reportings bereits aus diversen Perspektiven beleuchtet wurde, so blieb bisher die grundlegende Frage offen, inwiefern durch die zumeist freiwillige Berichterstattung tatsächlich eine Reduzierung korporativen Fehlverhaltens erzielt werden kann. Die Untersuchung dieser Fragestellung steht im Mittelpunkt des Werkes und greift somit die Forderung der Literatur auf, explizit zwischen korporativem Wohl- und Fehlverhalten zu unterscheiden. Zunächst werden die Determinanten der freiwilligen Berichterstattungsentscheidung und anschließend mögliche Einflussfaktoren des Auftretens korporativen Fehlverhaltens mittels Regressionsanalysen sowie unter Berücksichtigung von Endogenität untersucht.

Das zentrale Ergebnis der Analysen ist die Feststellung, dass bei Unternehmen, die freiwillig einen CR Bericht gemäß den Richtlinien der Global Reporting Initiative (GRI) veröffentlichen, keine Reduzierung korporativen Fehlverhaltens festgestellt werden kann. Im Gegenteil zeigt sich ein positiver Zusammenhang der zwei Größen, wodurch die Argumente der Legitimitäts- und nicht der Signaltheorie gestützt werden. Das Werk liefert somit nicht nur für die Forschung, sondern auch für Standardsetter wie der GRI und andere externe Anspruchsgruppen einen Beitrag, da empirisch nachgewiesen werden kann, dass CR Reporting für den Beobachtungszeitraum kein glaubwürdiges Signal korporativer Verantwortungsübernahme darstellt.



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