Doktorarbeit: Zunehmendes Zeitschriftenangebot – Abnehmende Zeitschriftentreue?

Zunehmendes Zeitschriftenangebot – Abnehmende Zeitschriftentreue?

Eine empirische Untersuchung zum Wandel des Angebots und der Nutzung von Publikumszeitschriften in Deutschland zwischen 1977 und 2004

SOCIALIA – Studienreihe soziologische Forschungsergebnisse, Band 148

Hamburg 2018, 332 Seiten
ISBN 978-3-8300-9803-4 (Print/eBook)

Deutschland, Kommunikationswissenschaft, Längsschnittstudie, Media-Analyse, Mediennutzung, Medienwissenschaft, Printmedien, Publikumszeitschrift, Soziologie, Zeitschriften, Zeitschriftenangebot, Zeitschriftenentwicklung, Zeitschriftenforschung, Zeitschriftenkategorien, Zeitschriftennutzung, Zeitschriftentreue

Zum Inhalt

„Zeitschriften? Da gibt’s ja unheimlich viele, da fällt die Entscheidung vor dem Regal schwer...“

Je mehr verschiedene Zeitschriftentitel im Angebot sind, desto vielfältiger wird die Zeitschriftennutzung der Leser. Dies ist die zentrale These der Forschungsarbeit von Maren Risel. Um diese Annahme zu überprüfen, untersucht die Autorin Publikumszeitschriften in Deutschland zwischen 1977 und 2004. Dabei nimmt sie die Folgen der Zunahme der Zeitschriftenanzahl auf die unterschiedlichen Bereiche der Nutzung, die Auflagenhöhe und den Abonnementbezug in den Fokus. Sie betritt mit dieser Untersuchung Neuland. Bislang liegt für diesen Zeitraum keine umfassende Untersuchung vor.

Im Zeitverlauf zeigt sich ein ständig wachsendes Angebot an Zeitschriftentiteln, von dem Auswirkungen auf verschiedene Bereiche vermutet werden. So wird der Einfluss des Angebots auf die Häufigkeit und Regelmäßigkeit der Zeitschriftennachfrage untersucht. Auch werden die Folgen des Zeitschriftenangebots auf die Auflagenhöhe und den Abonnementbezug betrachtet. Es wird ebenso der Frage nachgegangen, welche individuellen Merkmale der Leser, wie z.B. Geschlecht, Alter und Einkommen, die Zeitschriftennutzung beeinflussen.

Das hierfür erstellte Kategorienschema erlaubt die neuartige Unterscheidung der Ergebnisse nach unterschiedlichen Zeitschriftenbereichen. Hierdurch wird die Bedeutung der Unterschiede zwischen den einzelnen Kategorien deutlich, da detaillierte Ergebnisse nur durch diese Betrachtung gewonnen werden können. So ergeben sich beispielsweise nahezu komplett unterschiedliche Ergebnisse für die Kategorie „Technik“ im Vergleich zu den anderen Kategorien.

Spannend an dieser Studie von Maren Risel sind zum einen die Ergebnisse für das bislang äußerst selten untersuchte Gebiet der Publikumszeitschriften, das in diesen verschiedenen Facetten und über einen Zeitraum von fast 30 Jahren noch nicht untersucht wurde. Zum anderen ist die Unterscheidung der Ergebnisse nach verschiedenen Kategorien interessant, die eigens für diese Untersuchung entwickelt wurden.



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