Forschungsarbeit: Stephan Krismer – Ein Glaubenspionier in bewegten Zeiten (1777–1869)

Stephan Krismer –
Ein Glaubenspionier in bewegten Zeiten (1777–1869)

Priester im Tiroler Freiheitskampf von 1809 und Klostergründer

Studien zur Kirchengeschichte, Band 31

Hamburg 2017, 92 Seiten
ISBN 978-3-8300-9793-8 (Print & eBook)

1809, Andreas Hofer, Diözese Innsbruck, Geschichtswissenschaft, Glaubenspionier, Karrer Stöffele, Karres, Kirchengeschichte, Klostergründer, König Friedrich August II, Kronburg, Priester, Religionswissenschaft, Stephan Krismer, Theologie, Tirol, Tiroler Freiheitskampf

Zum Inhalt

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Der Autor Johannes Laichner setzt sich in diesem Buch ausführlich mit dem Leben und den Zeitumständen des Priesters Stephan Krismer (1777–1869) auseinander. Krismer zählt ohne Zweifel zu den großen Glaubenspionieren Tirols. Sein leidenschaftlicher Einsatz im Tiroler Freiheitskampf von 1809 zeugt von einer großen Sorge um die Heimat. Seine Bemühungen um einen Waffenstillstand, freien Abzug der Oberländer Schützen und barmherzigen Umgang mit gefangenen französischen und bayrischen Soldaten zeugen von einem besonnenen Geist.

Er hat durch seine Klostergründungen in Ried, Imst und Kronburg die Glaubenslandschaft des Tiroler Oberinntals nachhaltig geprägt. Heute noch sind an diesen Orten die Früchte seines Missionseifers sichtbar.

In Predigten mahnte er vor dem drohenden Kriegsunheil und ermunterte die Gläubigen zu einem christlichen Leben.

Nach dem Ende der verheerenden Kämpfe, von deren Zerstörungen und Schäden sich das Land erst Jahrzehnte später langsam wieder erholte, galt seine große Sorge der Tiroler Bevölkerung, die sehr unter den Folgen der blutigen Kämpfe litt.

Als 1854 König Friedrich August II. von Sachsen bei Brennbichl in Imst verunglückte, spendete Krismer die Sterbesakramente. Krismer lebte aus der tiefen Gewissheit, dass Christus seine Kirche nicht verlässt, wenn auch die Zeichen der Zeit ganz anders zu deuten waren. Als leidenschaftlicher Seelsorger rief er in vielen Predigten und Katechesen dazu auf, der Diktatur des Zeitgeistes zu widerstehen und entschieden aus dem Glauben zu leben. „Umkehr zu Christus“ wurde zur zentralen Botschaft seiner Verkündigung.

Krismers Nähe zum gläubigen Volk, sein tiefes Mitgefühl für alle Leidenden, seine Frömmigkeit und die Liebe zur Kirche waren vorbildhaft. Krismers pastorale Schwerpunktsetzung wäre wohl auch heute das bewährte Mittel, um einer gottvergessenen und dadurch orientierungslosen Zeit den Weg zu Christus zu zeigen.



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