Forschungsarbeit: Die Umsiedlung der Bukowina-Deutschen und ihre Ansiedlung in Stuttgart und Darmstadt nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Umsiedlung der Bukowina-Deutschen und ihre Ansiedlung in Stuttgart und Darmstadt nach dem Zweiten Weltkrieg

Studien zur Zeitgeschichte, Band 104

Hamburg 2017, 132 Seiten
ISBN 978-3-8300-9725-9 (Print/eBook)

Ansiedlung und Entwicklung Bukowina, Buchenlanddeutsche, Büsnau, Bukowina-Deutsche, Flucht und Vertreibung, Geschichtswissenschaft, Heim ins Reich, Heimstättensiedlung, Stadtgeschichte Darmstadt, Stadtgeschichte Stuttgart, Umsiedlung, Wiederaufbau, Zweiter Weltkrieg

Zum Inhalt

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Als Bukowina-Deutsche werden mehrere deutschstämmige Volksgruppen bezeichnet, die zwischen 1775 und 1850 in die Bukowina immigrierten. Sie trugen maßgeblich zur Entwicklung des östlichsten Kronlandes der Habsburgermonarchie bei, dessen Region heute in der Ukraine und in Rumänien liegt.

Die Studie setzt mit der Besiedelung der Bukowina unter Kaiser Joseph II. an und beschreibt die unterschiedlichen Siedlungsgruppen aus Deutschland sowie die Aufbauleistung der Bukowina-Deutschen bis zum Ersten Weltkrieg.

Im weiteren Verlauf widmet sich die Studie den Ereignissen vor dem Zweiten Weltkrieg, welche zur Umsiedlung der deutschsprachigen Bevölkerung aus der Nord- und Südbukowina durch die Nationalsozialisten führten. Anhand einer empirisch sehr aufwendig geführten Untersuchung wird die Flucht aus der Bukowina anhand mehrerer Zeitzeugeninterviews lebhaft dargestellt. Es werden die Vorbereitungen auf öffentlicher und privater Seite, der Ablauf der Umsiedlung sowie die Transportrouten nachgezeichnet. Anschließend werden die Bedingungen in verschiedenen Lagern geschildert, in denen die Bukowina-Deutschen während des Transports und danach untergebracht waren, der Ablauf der Ansiedlung in den Ostgebieten des Deutschen Reiches sowie die Flucht nach Deutschland am Ende des Krieges. Mit großer Detailkenntnis wird darauffolgend der Auf- und Ausbau der buchenlanddeutschen Siedlungen in Stuttgart-Büsnau und in Darmstadt nachgezeichnet. Dabei wird ebenso das Verhältnis zwischen Buchenlanddeutschen und Einheimischen wie das Vereinsleben und andere kulturelle Aktivitäten bis in die Gegenwart beschrieben.

Das im Anhang enthaltene bildliche und schriftliche Quellenmaterial, das aus Stadt- und Privatarchiven gewonnen werden konnte, veranschaulicht den beschriebenen Siedlungsaufbau und ermöglicht das Nachlesen wichtiger Dokumente.



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