Dissertation: Die Wirkung variablen Lesens verschieden segmentierten Wortmaterials in „Knuspels Lesetraining“ auf die Leseleistung leseschwacher Grundschulkinder

Die Wirkung variablen Lesens verschieden segmentierten Wortmaterials in „Knuspels Lesetraining“ auf die Leseleistung leseschwacher Grundschulkinder

Schriften zur pädagogischen Psychologie, Band 67

Hamburg 2017, 276 Seiten
ISBN 978-3-8300-9602-3

Leseentwicklung, Leseförderung, Lesegeschwindigkeit, Lesetraining, Leseverständnis, Morphem, Silbe, Variables Lesen

Zum Inhalt

Lesen ist eine wesentliche Kulturtechnik des Menschen, deren Vermittlung vornehmliche Aufgabe des Bildungssystems ist. Hier aber beobachten unterrichtende Lehrerinnen und Lehrer eine Vielzahl von Schülerinnen und Schülern, die Schwierigkeiten beim Lesen haben und keineswegs am Ende der Schulzeit diese Fertigkeit in ausreichendem Maße beherrschen. Der sich daraus ergebenden Notwendigkeit, die Förderung der Lesefähigkeit in den Fokus wissenschaftlicher Betrachtung zu stellen, wird hier nachgegangen. Auf der Basis theoretischer Positionen und bisher evaluierter Förderprogramme des Lesens werden geeignete Maßnahmen zur Behebung von Leseschwierigkeiten extrahiert und ein Training für leseschwache Kinder vorgestellt. Mit dem Leseförderprogramm „Knuspels Lesetraining“ wird eine Möglichkeit der Unterstützung von Grundschülern mit Leseschwierigkeiten aufgezeigt, welche auf der neueren, erfolgversprechenden Methode des „variablen Lesens“ (Marx, in Vorb.) basiert. Diese wird durch die Verwendung der Segmentierungseinheiten Silbe und Morphem zusätzlich erweitert, um die Leseförderung optimal an den Entwicklungsstand der Kinder im Schriftspracherwerbsprozess anzupassen.

Die zentralen Fragestellungen beziehen sich nun auf die Wirksamkeit von „Knuspels Lesetrainings“ und den Einfluss der gewählten Segmentierungseinheit auf die Leseleistung von Kindern. So wird geprüft, ob es beim Einsatz des Lesetrainings bei leseschwachen Grundschülern kurzfristig zu einer Verbesserung der Leseleistung kommt. Dabei werden die Ergebnisse trainierter leseschwacher Kinder mit den Leistungen nichttrainierter leseschwacher Kontrollkinder verglichen. Weiterhin wird untersucht, ob sich die Varianten Silbenmix und Morphemmix in den einzelnen Klassenstufen hinsichtlich ihrer Wirksamkeit unterscheiden.

Nach der Implementierung des Lesetrainings in den schulischen Alltag erlaubt die abschließende statistische Datenanalyse den vorläufigen Schluss, dass „Knuspels Lesetraining“ eine wirksame Lesefördermethode sein kann. Durch die Variierung der Segmentierungseinheiten des verwendeten Textmaterials kann die Förderung zusätzlich adäquater und zielgenauer auf den Leistungsstand des Kindes zugeschnitten werden.



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