Dissertation: Theanthropologie – Grundzüge der Anthropologie und Christologie André Scrimas

Theanthropologie –
Grundzüge der Anthropologie und Christologie André Scrimas

THEOS – Studienreihe Theologische Forschungsergebnisse, Band 132

Hamburg 2017, 478 Seiten
ISBN 978-3-8300-9480-7 (Print/eBook)

André Scrima, Anthropologie, Apophatismus, Christologie, Dumitru Staniloae, Interreligiöser Dialog, Kataphatismus, Ontologie, Theologie

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André Scrima (1925–2000), rumänisch-orthodoxer Mönch, Vertreter des Patriarchats von Konstantinopel beim II. Vatikanischen Konzil, war Vizepräsident und Mitglied der Académie Internationale des Sciences Religieuses (Brüssel), aber auch Professor für Orthodoxe Theologie, Vergleichende Religionswissenschaft und Erkenntnistheorie in Beirut. Augustin Dupré La Tour SJ, der Rektor der libanesischen Universität Saint-Joseph, und André Scrima entwarfen zusammen mit zwei muslimischen Professoren das Projekt einer Fachrichtung für muslimisch-christliche Studien in der zerrissenen Gesellschaft des Libanons der 70er Jahre. Zur gleichen Zeit war Scrima wissenschaftlicher Berater der Rothko Chapel Foundations, Houston (Texas).

Sein Denken gewann sein eigentümliches Profil im Kloster Antim, in Bukarest, inmitten des Brennenden Dornbuschs, ein Kreis von intellektuellen Laien und Mönchen jener Zeit. Während die meisten Mitglieder dieses Freundeskreises von dem neu etablierten kommunistischen Regime 1958 verhaftet wurden, reiste André Scrima 1956 aus. Der für die Ökumene und für den interreligiösen Dialog engagierte Archimandrit verbrachte seine letzten zehn Jahre seines Lebens in Bukarest, wo er in vielerlei Hinsicht aber v. a. theologisch aktiv blieb. Ein beträchtlicher Teil seiner Schriften wurde post mortem vom New College Europe. Institute for Advanced Study in Bukarest veröffentlicht, welches das gesamte Archiv von André Scrima aufbewahrt.

Die anthropologische Thematik verdankt ihren Vorrang, im Denksystem Scrimas, v. a. der Rolle der Einwirkung in der Gesellschaft des kommunistischen Regimes, aber auch verschiedener religiöser Ideologien. Gegen solche reduktionistische Anschauungen schlägt Scrima die Identität des Menschen als Ebenbild Gottes vor. Der Wesensgrund seiner selbst ist dem Menschen verborgen, der aber durch den Auferstandenen Christus offenbart wird. Dies führt zur These: Ohne christologische Bezüge seien das Wesen und die Endbestimmung des Menschen nicht zu verstehen. Die anthropologischen und christologischen Hauptmotive, aber auch eine eingehende Analyse der Apophatismuslehre, so wie sie sich in unmittelbarer Verwobenheit in den Schriften eines Lehrlings und Freundes des Dogmatikers Dumitru Stăniloaes erschließen lassen, bilden den Fokus dieser Studie.



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