Doktorarbeit: F&E-Effizienz in Kooperationen der Automobilindustrie

F&E-Effizienz in Kooperationen der Automobilindustrie

Untersuchung des Einflusses von Umweltparametern auf Simultaneous Engineering Methoden

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 469

Hamburg 2017, 304 Seiten
ISBN 978-3-8300-9357-2 (Print/eBook)

Automobilindustrie, F&E-Effizienz, Innovationsmanagement, Interorganisationales Vertrauen, Kooperationen, Ressourcentheorie, Simultaneous Engineering, Transaktionskostentheorie, Umweltparameter

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Die Automobilindustrie ist durch Innovationswettbewerb und Kostendruck geprägt. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, integrieren Unternehmen Partner in die Forschung und Entwicklung (F&E). Deshalb müssen die F&E Arbeitsprozesse unternehmensübergreifend organisiert werden. Dabei ist Effizienz ein wichtiges Gestaltungsziel. Simultaneous Engineering Methoden werden zur Steigerung der F&E Effizienz eingesetzt. Sollen diese Methoden in Kooperationen angewendet werden, muss die Aufgabenumwelt des Unternehmens berücksichtigt werden, die Einfluss auf die Methoden haben kann. Als Beitrag zur Innovationsforschung ist das Ziel dieser Untersuchung den Einfluss der Aufgabenumwelt auf Simultaneous Engineering Methoden zu zeigen.

Da die Aufgabenumwelt bereits bei der Anbahnung einer Kooperation durch Umweltparameter charakterisiert werden kann, können mit Hilfe der gefundenen Zusammenhänge in frühen Phasen von Kooperationen Voraussetzungen für effiziente F&E Prozesse geschaffen werden.

Die empirischen Daten für diese Untersuchung wurden in der deutschen Automobilindustrie erhoben. Die Analyse zeigt, dass interorganisationales Vertrauen der einzige der untersuchten Umweltparameter ist, der einen relevanten Zusammenhang mit Simultaneous Engineering Methoden zeigt. Daraus wird geschlossen, dass sich durch die Wirkung interorganisationalen Vertrauens die Projektlaufzeit reduzieren kann und dadurch die Effizienz der F&E Prozesse steigt.

Überraschend waren die Ergebnisse für Kooperationen, die eingegangen wurden, um Zugriff auf Expertenwissen des Partners zu erhalten. Ziel dieser Kooperationen ist die Verkürzung der Innovationszyklen. Es zeigte sich jedoch kein relevanter Zusammenhang mit den Simultaneous Engineering Methoden. Deshalb muss im Gegensatz zum eigentlichen Ziel mit verminderter F&E Effizienz gerechnet werden.

Die Untersuchung kommt deshalb zu dem Schluss, dass in der Praxis in F&E Kooperation bereits früh an der Entwicklung von Vertrauen gearbeitet werden soll.



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