Doktorarbeit: Wildnisbildung und nachhaltige Entwicklung

Wildnisbildung und nachhaltige Entwicklung

Theorie, Praxis und Evaluation am Beispiel des Projektes „Waldscout – Wildnisexpedition“

Bildung für nachhaltige Entwicklung, Band 8

Hamburg 2016, 352 Seiten
ISBN 978-3-8300-9283-4

Biologische Vielfalt, Erziehungswissenschaft, Lebensstil, Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltigkeit, Nationalpark, Naturbilder, Naturerfahrung, Naturschutz, Projekt „Waldscout – Wildnisexpedition“, Suffizienz, Verwilderung, Wildnis, Wildnisbildung

Zum Inhalt

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Naturerfahrungen spielen für viele Menschen eine wichtige Rolle in ihrem Leben. Besonders die verwildernde Natur rückt in den letzten Jahren verstärkt in den Mittelpunkt des Interesses. Wildnis weckt vielfältige Assoziationen und fasziniert mit ihrer Andersartigkeit zur gewohnten Alltagswelt in den städtischen Ballungsräumen. Für die Bildungsarbeit in Nationalparks und anderen Großschutzgebieten ergeben sich hieraus vielfältige Chancen. Das Konzept der Wildnisbildung, das im Buch „Wildnisbildung und nachhaltige Entwicklung“ in Theorie, Praxis und Evaluation vorgestellt wird, zeigt am Beispiel des Bildungsprojektes „Waldscout – Wildnisbildung“ im nordhessischen Nationalpark Kellerwald-Edersee auf, welchen pädagogischen Beitrag Wildnisgebiete für eine nachhaltige Entwicklung zu leisten vermögen. Im Fokus steht hierbei vor allem die Reflexion des Verhältnisses von Mensch und Natur.

Für die praktische Bildungsarbeit werden sieben thematische Bildungsaspekte herausgearbeitet, die sich mit den Bezeichnungen „Harmonisch-chaotische Natur erleben“, „Lebensstil und Lebenssinn reflektieren“ „Sorgsame Bewilderung erspüren“, „Ökologische Wechselwirkungen erkunden“, „Wilde Biologische Vielfalt entdecken“, „Mit Wildnis auseinandersetzen“ sowie „Freiheit der Wildnis erfahren“ charakterisieren lassen.

Im Mittelpunkt des untersuchten Waldscout-Projekts steht eine fünftägige Klassenfahrt mit einer 24-stündigen Expedition in die Wildnis. Bei der Lernraumgestaltung spielen die kursstrukturierenden Metaphern „Expedition“ sowie „ökologischer Rucksack“, die das Wagnis des Aufbruchs ins Neue und den Suffizienzgedanken des Nachhaltigkeitsansatzes repräsentieren, eine zentrale Rolle. Für das Projekt wurden erstmalig mehrere einfache Biwakstellen in der Verwilderungszone eines deutschen Nationalparks eingerichtet. Die Ergebnisse der empirischen Begleitforschung zeigen, dass die Jugendlichen durch die Wildnisexpedition zur eingehenden Reflexion über ihren Lebensstil im Alltag angeregt werden konnten.

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