Doktorarbeit: Internationaler Transfer von Berufsspielern aufgrund Vertragsbruchs gem. Art. 17 FIFA-Reglement bezüglich Status und Transfer von Spielern

Internationaler Transfer von Berufsspielern aufgrund Vertragsbruchs gem. Art. 17 FIFA-Reglement bezüglich Status und Transfer von Spielern

Die nationale Umsetzung in Deutschland und die Vereinbarkeit mit deutschem Recht

Sportrecht in Forschung und Praxis, Band 23

Hamburg 2017, 310 Seiten
ISBN 978-3-8300-9277-3

Arbeitsrecht, Berufsfußballer, Berufsfußballspieler, Berufsspieler, Berufssportler, CAS Rechtsprechung, Court of Arbitration of Sports (CAS), DFL, FIFA, FIFA Reglement, Fußball, Matuzalem, Profisportler, Spieler-Transfer, Sportrecht, Webster

Zum Inhalt

Im Jahr 2008 erging durch den internationalen Sportgerichtshof CAS das sogenannte Webster-Urteil, das zum Teil als „Erdbeben“ oder auch als „neue Revolution im Fußball“ bezeichnet wurde. Was war geschehen?

Der Fußballspieler und schottische Nationalspieler Andrew Webster verließ trotz laufendem Arbeitsvertrag seinen bisherigen Arbeitgeber, einen Schottischen Fußballclub, und wechselte zu einem englischen Fußballclub, für den er fortan tätig wurde. Gegenüber seinem ehemaligen Club, der das Verhalten des Spielers als Vertragsbruch einordnete, berief sich der Spieler auf Art. 17 des FIFA Reglements bezüglich Status und Transfer von Spielern (FRST). Der ehemalige Club verklagte den Spieler und forderte insbesondere eine Entschädigung. Der CAS gewährte dem Club schließlich eine solche unter Anwendung von Art. 17 FRST. Diese von der FIFA erlassene Vorschrift behandelt die Sanktionierung von Vertragsbrüchen durch Spieler und Clubs. Die in dem Verfahren zugesprochene Entschädigung entsprach der Höhe des für die verbleibende Vertragslaufzeit zustehenden Gehalts des Spielers. Damit fiel die Entschädigung im Vergleich zum geschätzten Marktwert des Spielers äußerst gering aus.

Dem Urteil folgten in den Folgejahren weitere CAS-Urteile zum Art. 17 FRST. In diesen wurde wiederholt versucht, auch den Marktwert des jeweiligen vertragsbrüchigen Spielers bei der Höhe der Entschädigung zu berücksichtigen. Zugleich wurden, ebenfalls unter Anwendung des Art. 17 FRST auch empfindliche Strafen gegen Clubs ausgesprochen, die vertragsbrüchige Spieler aufnahmen.

Der Autor nimmt die für den Fußball folgenschwere Rechtsprechung des CAS zum Anlass, die Vorschrift des Art. 17 FRST zu untersuchen. Neben den für die Aussprache von Sanktionen notwendigen Voraussetzungen der Vorschrift wird dabei insbesondere die für die Spieler und Clubs wesentliche Frage untersucht, wie die Entschädigung zu ermitteln ist. Darüber hinaus setzt sich das Werk mit den Auswirkungen des Art. 17 FRST auf Fußballspieler und Clubs in Deutschland auseinander. Dabei wird insbesondere der Frage nachgegangen, inwieweit die von dem Weltverband FIFA für global anwendbar erklärte Vorschrift auf die einzelnen Fußballspieler und Clubs in Deutschland anwendbar ist. Des Weiteren wird die Vereinbarkeit der Vorschrift mit dem deutschen Recht, insbesondere dem deutschen Arbeitsrecht, untersucht.



Sie wollen Ihre Doktorarbeit veröffentlichen?

nach oben