Dissertation: Die Behandlung fremdartiger Namen im deutschen Recht

Die Behandlung fremdartiger Namen im deutschen Recht

(Kollisions-) rechtliche Bewertung unter besonderer Berücksichtigung von Art. 47 EGBGB sowie der gemeinschaftsrechtlichen Entwicklungen im Bereich des Namensrechts

Studien zum Internationalen Privat- und Zivilprozessrecht sowie zum UN-Kaufrecht, Band 69

Hamburg 2016, 352 Seiten
ISBN 978-3-8300-9110-3 (Print/eBook)

Rezensionen

[...] Das Verdienst der Arbeit von Ehlers liegt in der detaillierten Analyse der personenstandsrechtlichen Probleme bei der Eintragung ausländischer Namen in das deutsche Personenstandsregister und der privatautonomen Angleichung nach Art. 47 EGBGB. Sie weist dabei auf bekannte und unbekannte Probleme hin und führt sie jeweils gut begründeten Lösungen zu. Zugleich zeigt die Arbeit auch, wo die Grenzen einer nationalen Regelung des internationalen Namensrechts liegen. [...] Die Lektüre [...] kann daher nur empfohlen werden.

Volker Lipp (Göttingen), in:
RabelsZ, 82 (2018)

[...] bei aller nachvollziehbarer Sympathie der Autorin für eine Liberalisierung: im Zweifelsfall befürwortet auch die Autorin "strikte" Elemente des Zwangs im Namensrecht [...]. Um dieses hat sie sich mit ihrer gelungenen Dissertation freilich große Verdienste erworben.

Martin Otto, in:
Das STANDESAMT, 10/2017

Angleichung, Art 47 EGBGB, Europarecht, Fremdartige Namensformen, Internationales Namensrecht, Internationales Privatrecht, Namensänderung, Namensrecht, Namenswahl, Personenstandsrecht

Zum Inhalt

deutsch | english

In Zeiten zunehmender Globalisierung und stetig wachsender Mobilität sowie Migration von Personen sieht sich das deutsche Personenstands- und Namensrecht fortlaufend Fragen ausgesetzt, die im Zusammenhang mit fremdartigen Namensformen auftauchen.

So sind in der standesamtlichen Praxis Fälle an der Tagesordnung, in denen ausländische Staatsangehörige im Inland heiraten, eingebürgert werden oder aus sonstigen Gründen namens- bzw. personenstandsrechtlich erfasst werden müssen. Entspricht ihr Name nicht dem nach deutschem Recht vorgeschriebenen Schema bzw. entstammt der Name der äußeren Gestalt nach nicht dem lateinischen Schriftsystem oder beinhaltet dieser im Inland unbekannte diakritische Zeichen, muss geklärt werden, welche Angleichungsmöglichkeiten Trägern fremdartiger Namensformen und den Behörden zur Verfügung stehen. Hierbei gilt zu beachten, dass bei der Namensangleichung Spannungen nicht nur mit dem nationalen Recht fremder Staaten, sondern auch mit den Binnenfreiheiten der Europäischen Union und den Europäischen Menschenrechten entstehen können.

Zielsetzung der Verfasserin ist es, die Probleme der Behandlung fremdartiger Namen im deutschen Recht aufzuarbeiten, strukturell im Hinblick auf verschiedene Fallgruppen zu erfassen und Lösungsvorschläge zu entwickeln, die dem Rechtsanwender im konkreten Fall dabei helfen, Namensangleichungen rechtskonform durchzuführen.



Informationen über das Veröffentlichen wissenschaftlicher Arbeiten.

nach oben