Sammelband: Hussitismus und Grenze / Husitství a hranice

Hussitismus und Grenze / Husitství a hranice

Jan Hus, seine Zeit und Bezüge aus interdisziplinärer Perspektive. Zum 600. Todestag von Jan Hus / Jan Hus, jeho doba a odkaz z interdisciplinární perspektivy. K 600. výrocí upálení mistra Jana Husa

Schriften zu Mittel- und Osteuropa in der Europäischen Integration, Band 20

Hamburg 2016, 416 Seiten
ISBN 978-3-8300-9071-7

15. Jahrhundert, Archäologie, Bayerisch-Böhmische Grenze, Bayern, Böhmen, Didaktik, Geschichtswissenschaft, Grenzüberschreitung, Hus-Rezeption, Hussiten, Hussitismus, Jan Hus, Katholische Kirche, Konstanzer Konzil, Kulturwissenschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Numismatik, Religionswissenschaft, Zweites Vatikanisches Konzil

Zum Inhalt

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Am 6. Juli 1415 wurde der tschechische Kirchenreformator Jan Hus auf dem Konzil von Konstanz als Ketzer verbrannt. Dieses Ereignis hatte gravierende Auswirkungen auf die weitere politische und konfessionelle Entwicklung der böhmischen Länder und prägt bis heute das kulturelle Gedächtnis der tschechischen Gesellschaft. Hussens Persönlichkeit und die Folgen seiner Hinrichtung haben jedoch auch in der deutschen Geschichte Spuren hinterlassen, etwa in der Lehre Luthers oder in historischen Fragmenten des bayerisch-böhmischen Grenzgebietes, das zu einem der Schlachtfelder der Hussitenkriege wurde. Hussens Zeit, Nachfolger und Vermächtnis ziehen daher bis heute die Aufmerksamkeit unterschiedlichster wissenschaftlicher Disziplinen auf beiden Seiten der deutsch-tschechischen Grenze auf sich. Vor diesem Hintergrund präsentiert der vorliegende Band Fragestellungen, die der Themenkomplex Hus und Hussitismus in den Bereichen Archäologie, Geschichte, Religions-, Sprach-, Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaft aktuell aufwirft. Dabei wird der Gegenstand um den Aspekt der Grenze erweitert, der gerade im Hus-bezogenen Kontext unterschiedliche Interpretationen zulässt: Grenze als politisch-administrative Gegebenheit, darüber hinaus aber auch als kulturelle, sprachliche, intellektuelle oder konfessionelle Demarkationslinie, die beschränkt und trennt, zugleich aber auch zur Überschreitung und Begegnung herausfordert. Ein Beitrag zur Überwindung dieser Grenzen wird in diesem Buch auch durch die zweisprachige (deutsch-tschechische) Wiedergabe seiner Texte geleistet.

Zu den Herausgebern

Marina Wagnerová und Boris Blahak sind als Germanisten und DaF-Dozenten an der Westböhmischen Universität Pilsen, bzw. der Universität Regensburg tätig.

Link der Autoren

Facebook - Katedra germanistiky a slavistiky FF ZÄŒU

    

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