Dissertation: Die Vielfalt von Abbrüchen in der Psychotherapie

Die Vielfalt von Abbrüchen in der Psychotherapie

Eine Metaanalyse

Studienreihe psychologische Forschungsergebnisse, Band 184

Hamburg 2016, 300 Seiten
ISBN 978-3-8300-9036-6

Dropout, Metaanalyse, Misserfolge, Prädiktoren, Psychologie, Psychotherapie, Psychotherapieforschung, psychotherapy, Risikofaktoren, risk factors, routine-care, Therapieabbruch, withdrawal

Zum Inhalt

Im deutschsprachigen Raum gibt es bisher keine Metaanalyse, die Therapieabbrüche und ihre Merkmale umfassend analysiert. Um die Qualität von Psychotherapien zu verbessern und eine hohe Qualität zu gewährleisten, wurden Abbrüche analysiert. Auf Basis eines Datensatzes von 101 Studien mit insgesamt 23596 Patienten konnten wichtige Fragestellungen zur Häufigkeit, zu Merkmalen und Risikofaktoren beantwortet werden, um daraus präventive sowie akute Maßnahmen im Umgang mit Abbrüchen zu generieren. Mit Hilfe von drei verschiedenen Computerprogrammen (Microsoft Excel, SPSS 22, Comprehensive Meta-Analysis 2.0 und 3.0) wurden die Daten deskriptiv und metaanalytisch ausgewertet. Zudem wurden wichtige Behandlungs-, Patienten- sowie Therapeuten- und Prozessmerkmale erfasst, die ein umfassenderes Bild der Rahmenbedingungen wiedergeben, unter denen es zu Abbrüchen in der Psychotherapie kommt. Im Weiteren wurden relevante Fragestellungen in Bezug auf die Höhe der Abbruchquoten über verschiedene therapeutische Settings, Therapieformen, -methoden und -vorgehensweisen beantwortet. Es konnten relevante Abbruchmerkmale wie Zeitpunkte und Gründe sowie eine Vielzahl von Risikofaktoren identifiziert werden; außerdem Merkmale, die Abbrecher von regulären Therapiebeendern unterscheiden. Zusätzlich wurden Muster und Verläufe der Abbruchquoten über die Zeit analysiert und relevante Moderatoren und Prädiktoren identifiziert. Schließlich widmet sich die Verfasserin auch dem Problem der unzureichenden Begriffsbestimmung und fehlenden einheitlichen Definition von „Abbrüchen“, indem sie ein neues Klassifikationsschema beispielhaft vorstellt. Es werden Lücken im bisherigen Forschungsstand aufgezeigt und neue Forschungsansätze angeregt. Dem praktizierenden Psychotherapeuten werden Maßnahmen empfohlen und praktische Anregungen gegeben, um Abbrüchen vorzubeugen und sie abzuwenden.

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