Doktorarbeit: Rekonstruktion der Bedeutung einer in der Adoleszenz erworbenen traumatischen Querschnittlähmung für den weiteren Lebensverlauf

Rekonstruktion der Bedeutung einer in der Adoleszenz erworbenen traumatischen Querschnittlähmung für den weiteren Lebensverlauf

Sonderpädagogik in Forschung und Praxis, Band 41

Hamburg 2016, 370 Seiten
ISBN 978-3-8300-9019-9 (Print/eBook)

Adoleszenz, Behinderung, Disability Studies, Erving Goffmann, Gabriele Rosenthal, Körperbehindertenpädagogik, Körperbehinderung, Lebensbewältigung, Querschnittlähmung, Rehabilitation, Rekonstruktion, Rollstuhlsport, Soziologie

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Der Lebensverlauf eines Menschen wird durch eine Querschnittlähmung in vielfältiger Weise beeinflusst. Biografien einzelner Menschen, die diese Erfahrung in ihrem Leben gemacht haben, bieten die Möglichkeit eines Einblickes in ihre Lebenswelt und in die Chancen und Bedingungen für eine Verarbeitung des Erlebten. In diesem Buch werden Lebensverläufe von Menschen dargestellt und analysiert, die in ihrer Adoleszenz eine Querschnittlähmung erworben haben. Dabei spielen das soziale Umfeld und die eigene Persönlichkeitsstruktur, sowie die Sichtweise auf das Leben mit einer Beeinträchtigung eine Rolle. Dies ermöglicht Einblicke in die „Innenseite“ des Erlebens einer erworbenen Querschnittlähmung, sowie Erkenntnisse dazu, wie unterschiedlich die jeweiligen Einschränkungen und Belastungen jenseits der medizinisch begründbaren Schädigungen von den Betroffenen erfahren und geschildert werden. Unterschiedliche Lebensbereiche wie das Familienleben, die veränderte Sexualität, sowie Rehabilitation und Rollstuhlsport werden dabei genau beleuchtet. Ziel der Rekonstruktion ist es, die damalige biographische Bedeutung des in der Vergangenheit Erlebten, als auch die Bedeutung der Selbstpräsentation in der Gegenwart zu entschlüsseln. Dabei geht es um die Frage, welche Re-Stabilisierungsstrategien bei der Bewältigung einer Krise mobilisierbar sind und welche Bedingungen sich als bewältigungsfördernd erweisen. Die identitätsbildenden Faktoren nach einer erworbenen Querschnittlähmung sind in der aktuellen wissenschaftlichen Auseinandersetzung nicht hinreichend erforscht und dargestellt. Mithilfe der interpretativen Sozialforschung nach der Methode von Gabriele Rosenthal, kann durch die vorliegende Studie diese Forschungslücke zu einem Teil geschlossen werden, da die Verarbeitungsprozesse des Erlebten in ihrer Einbettung in den lebensgeschichtlichen Zusammenhang umfassend dargestellt werden.



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