Doktorarbeit: Die römischen Nekropolen und Grabmonumente Iconiums und der Kernstädte Isauriens

Die römischen Nekropolen und Grabmonumente Iconiums und der Kernstädte Isauriens

Eine Studie zur Selbstdarstellung von Metropolbürgern und Bewohnern des Hinterlandes anhand der Sepulkralkunst

ANTIQUITATES – Archäologische Forschungsergebnisse, Band 67

Hamburg 2017, 274 Seiten
ISBN 978-3-8300-8905-6 (Print/eBook)

Alte Geschichte, Archäologie, Grabdenkmäler, Grablöwen, Grabmonument, Grabstelen, Iconium, Ikonografie, Isaurien, Kleinasien, Konya, Nekropolen, Ostotheken, Sarkophage, Sepulkralkultur, Sepulkralkunst

Zum Inhalt

Die Landschaften Lykaonien und Isaurien können aufgrund des lückenhaften Forschungsstandes hinsichtlich antiker urbaner Strukturen und archäologischer Erschließung weitgehend als terra incognita bezeichnet werden. Eine umfassende Gesamtaufnahme für Nekropolen ist erstrebenswert, doch erweist sich das Unterfangen für das Erforschungsgebiet als problematisch.

Den Kern der Untersuchung bilden 59 Grabreliefs, über 60 Ostothekdeckel, mehr als 70 Ostothekkästen und eine erhebliche Reihe von Sarkophag- bzw. Ostothekdeckeln in Form von Löwen bzw. architektonischer Gestaltung, die während der Geländebegehung sowie Museumsaufenthalte aufgenommen wurden.

In erster Linie werden lokale Eigenarten im Bestattungswesen, gängige Grabtypen sowie die herkömmliche Bilderwahl hinterfragt und abschließend gegenübergestellt. Daraus wird geklärt, ob etwaige Unterschiede bzw. Gemeinsamkeiten lykaonischer und isaurischer Denkmäler und eine Diskrepanz zwischen den Denkmälern in stärker griechisch-römisch beeinflussten Städten und den ländlichen Siedlungen in der Hochebene herrschen.

So ist Konya als Metropole an einer wichtigen Überlandroute mit Handelsverkehr ins Landesinnere und darüber hinaus zu den Küstenregionen gelegen, die zudem durch den Handelsschiffverkehr einen weiteren Aktions- und Handelsradius hatten. Die isaurischen Siedlungen hingegen, wenn auch durch Überlandstraßen erreichbar, hatten durch die beschwerlichen Wege geringere Ressourcen, mit denen sie ihr Leben bestritten.

Alles in allem kann eine stilgeschichtliche Reihe für eine Datierung, die eventuell durch die epigrafische Analyse oder stilistische Vergleiche hätte erfolgen können, in dieser Untersuchung aufgrund der bereits erwähnten negativer Faktoren nicht gewährleistet werden. Während der Materialvorstellung erfolgt eine Gliederung in Hauptgruppen, um eine feinere Typologisierung zu erzielen und die Motivik der Kunstwerke zu verdeutlichen.



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