Forschungsarbeit: Atomistik in der Geschichte

Atomistik in der Geschichte

Betrachtungen zur Geschichte des Materieaufbaus

Schriften zur Ideen- und Wissenschaftsgeschichte, Band 17

Hamburg 2016, 258 Seiten
ISBN 978-3-8300-8862-2 (Print & eBook)

Rezensionen

[...] [Der Verfasser] schildert in seinem Werk [...] ein nicht nur für Naturwissenschaftler interessantes, dramatisches und emotional packendes Geschehen. Lehrpersonen, für die die Ideengeschichte zu vermittelnder Theorien und Begriffe ja von besonderer Bedeutung ist, ist dieses Werk nur zu empfehlen. Ein ausführliches Sachwort- und ein 385 Positionen umfassendes Literaturverzeichnis machen es außerdem zu einem ergiebigen Nachschlagewerk.

MNU Journal, 03/2017

It is an extremely interesting but also dramatic and emotionaIly fascinating happening from which to us was reported, but which still today is continued in research facilities and universities as well as in working rooms, workshops and the free nature. In the course of the evolution men were offended, spittedand denunciated, deceived, arrested, persecuted, nay even tortured and burned. Later researchers attained world-wide glory.

International Nuclear Information System (INIS), DE17F2379

Atom, Atomistik, Atommodelle, Atomtheorie, Demokrit, Galileo Galilei, Geschichtswissenschaft, John Dalton, Katholische Kirche, Materieaufbau, Nationalsozialismus, Naturwissenschaft, Standardmodell, Teilchenphysik, Wissenschaftsgeschichte

Zum Inhalt

Das Buch schildert den etwa 2400 Jahre langen mühevollen und entbehrungsreichen Weg vom Entstehen einer ersten Phase des Erkennens anfänglicher Atomvorstellungen bis zu der Situation, in der die Existenz der Atome als sehr wahrscheinlich angenommen werden muss. Da die Wellenlänge des Lichts größer ist als ein einzelnes Atom, ist es unmöglich ein Atom zu „sehen“. Mehrere Atome zusammen, ein großes Molekül oder ein Ionengitter sind schon eher sichtbar zu machen. Die „Atomistik in der Geschichte“ ist deshalb prinzipiell mit der Philosophie des Erkennens sowie mit anderen Naturwissenschaften und besonders mit der Mathematik ursächlich verbunden. Anfangs existierten noch keine Einzeldisziplinen, die naturphilosophische Diskussion war breit aufgestellt. Alle Naturphilosophen waren auch Universalgelehrte. In dieser Zeitspanne kreierte man im Kontext weitläufiger Fachgebiete Termini sowie Begriffe, die grundlegende Vorstellungen fokussierten, wobei stets eine sinnvolle Konzentration auf die Themen Materie, Struktur der Materie und Atombau angestrebt wurde. Je klarer sich unsere heutigen Fachgebiete abzeichneten, umso deutlicher war eine Konzentration auf den Materieaufbau und auf das Phänomen möglich, was wir gemeinhin „Atom“ nennen. Zu beachten ist allerdings, dass Atomistik mehr beinhaltet als Aufbau der Materie und Atombau, hierzu zählen auch Wissensgebiete die zum Verständnis des Verhaltens der Atome notwendig sind und Kooperationen zwischen Physik und Chemie. In diesem Kontext eliminiert Atomistik die traditionell definitorisch gefasste Einteilung in Physik und Chemie, denn Atome zählen zur Natur. Dogmatisch gefasste organisatorische Einteilungen müssen da in den Hintergrund treten, auch wenn sie als historisch bedingt erscheinen. In der Gesellschaft erfuhren korpuskulare Theorie und resultierende Technik nicht zu jeder Zeit volle Akzeptanz; auch dies gilt es zu berücksichtigen.

Es ist ein überaus interessantes, aber auch dramatisches und emotional packendes Geschehen, von dem uns berichtet wurde, das aber auch heute noch in Forschungseinrichtungen und Universitäten sowie in Arbeitszimmern, Werkstätten und der freien Natur fortgeführt wird. Im Verlauf dieser Evolution wurden Menschen beleidigt, bespitzelt und denunziert, betrogen, verhaftet und verfolgt, ja sogar gefoltert und verbrannt. Spätere Forscher erlangten Weltruhm und wurden auf mannigfaltige Weise geehrt?

Link des Autors

Dr. rer. nat. Roland Franik

    

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