Forschungsarbeit: Aspekte der Organisationsentwicklung im Kontext der Einführung des Prozessmanagements in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Aspekte der Organisationsentwicklung im Kontext der Einführung des Prozessmanagements in kleinen und mittleren Unternehmen (KMU)

Ableitung von Chancen, Risiken und Erfolgsfaktoren an Praxisbeispielen

Schriftenreihe innovative betriebswirtschaftliche Forschung und Praxis, Band 449

Hamburg 2016, 252 Seiten
ISBN 978-3-8300-8706-9 (Print/eBook)

Rezensionen

Personalressourcen und deren Organisation sind die Ertragsmotoren moderner Unternehmen. Diese Arbeit ist der Bauplan für den Motor, der nur noch betankt werden muss.

Dr. Matthias Gäckle, Beteiligungsverwaltung, Große Kreisstadt Reichenbach

Es ist [der Autorin] gut gelungen, entsprechende Schwachstellen, insbesondere bei den Führungskräften, zu identifizieren und auch zu benennen. Der ‚alte‘ Führungsanspruch der Führungskräfte, alles wissen und entscheiden zu können, ist mit zunehmender Komplexität nicht mehr haltbar, so die Ausführungen der Autorin.

Erich Dräger, Direktor Akademisches Studienzentrum der Resultance GmbH

Betriebswirtschaft, Erfolgsfaktoren, KMU, Kundenorientierung, Mitarbeiterführung, Organisation, Organisationsentwicklung, Praxisbeispiel, Prozesskultur, Prozessmanagement, Prozessoptimierung, Strategie, Unternehmensführung, Wettbewerb

Zum Inhalt

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Die Sicherung der Zukunftsfähigkeit von Unternehmen ist in der heutigen Zeit eine zentrale Herausforderung und trifft die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) weitaus stärker als Großunternehmen. Sie stehen unverändert vor der Herausforderung, sich ständig zu wandeln, um auf zunehmend schwierigen Märkten zu überleben. Dynamik und Komplexität werden in Zukunft nicht geringer werden. KMU bewegen sich zunehmend in einem Umfeld, das von personeller, finanzieller und innovativer Ressourcenknappheit geprägt ist. Die mittelständische Struktur der deutschen Wirtschaft trägt dabei maßgeblich zur Stabilisierung der ökonomischen Verhältnisse in Deutschland bei und sichert auch einen Großteil der Arbeitsverhältnisse und der beruflichen Bildung. Deshalb scheint es lohnenswert, sich mit der Einführung des Prozessmanagements gerade in KMU zu beschäftigen.

Prozessmanagement in KMU kann Transparenz bringen, die Komplexität reduzieren und die Motivation der Mitarbeiter maßgeblich fördern. Eine Voraussetzung dafür ist, dass die prozessorientierten Denk- und Handlungsansätze von allen Beteiligten, d.h. Vorgesetzten und Mitarbeitern, verstanden werden. Umstellungen dieser gravierenden Art sind gewiss nicht ohne Probleme durchzuführen. Der Mensch ist von Natur aus Veränderungen gegenüber nicht unbedingt aufgeschlossen, er baut eine innere Blockade gegen Neuerungen auf, bis sie unvermeidbar werden.

Die Chancen, Risiken und Erfolgsfaktoren, die von Mitarbeitern und Führungskräften ausgehen, sollen deshalb im Vordergrund stehen, da diese als zielführende Indikatoren für soziale Nachhaltigkeit gelten. Ein besonderes Augenmerk wurde darauf gelegt, sämtliche „Phänomene“ der Führung anzusprechen, denn entscheidend ist nicht der Führungsstil, sondern die Qualität der Prozesse in den täglichen Interaktionen.

Vor dem Hintergrund der vorgestellten Chancen, Risiken und Erfolgsfaktoren zur Einführung des Prozessmanagements kann es kein schablonenhaftes Idealvorgehen geben. Zu unterschiedlich sind die Organisationen, die Rahmenbedingungen und die beteiligten Personen. Trotzdem können Punkte benannt werden, die ausschlaggebend dafür sind, ob eine Einführung des Prozessmanagements erfolgreich sein wird oder nicht. Das erarbeitete „Kirschgarten-Interaktionsmodell“ beschreibt quasi einen Idealprozess.

Das Buch gibt Impulse, nicht den einfachen Weg zu gehen, den alle gehen, sondern den eigenen, denn wirklicher Unternehmenserfolg entscheidet sich nicht aufgrund der Umsetzung von Standards, sondern nur durch individuell bessere Lösungen.

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