Doktorarbeit: Die Bilanzierung von Web-2.0-Anwendungen

Die Bilanzierung von Web-2.0-Anwendungen

Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling, Band 139

Hamburg 2015, 306 Seiten
ISBN 978-3-8300-8633-8 (Print/eBook)

E-Commerce, Facebook, HGB, IFRS, Immaterielle Vermögenswerte, Internationale Rechnungslegung, Online-Spiele, Rechnungswesen, Social Media, Soziale Medien, Soziale Netzwerke, Urheberrecht, Web-Controlling, Web 2.0

Zum Inhalt

Das Aushängeschild für Unternehmen wie Facebook oder Twitter ist ihr Internetauftritt, in den sie jährlich Millionen investieren. Im Jahresabschluss werden diese Ausgaben jedoch meist sofort als Aufwand erfasst. Aus bilanzrechtlicher Sicht stellt sich die Frage, ob die mit der Erstellung von Internetauftritten in Zusammenhang stehenden Ausgaben zu Vermögensgegenständen führen und wenn ja, wie diese bewertet und im Zeitablauf abgeschrieben werden sollten. Als besonders problematisch erweist sich dabei die konsistente Trennung von Forschungs-, Entwicklungs- und Erhaltungsausgaben. Aber auch die Bestimmung von Nutzungsdauern, Abschreibungsmethoden und die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes von Onlinepräsenzen stellen den Bilanzierenden vor neue Herausforderungen.

Besonders berücksichtigt werden in dieser Studie sog. Web-2.0-Plattformen: Soziale Netzwerke, Bewertungsforen, Dating-Portale oder Online-Spiele erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Sie stellen neuartige Geschäftsmodelle dar, deren Attraktivität mit der Zahl ihrer Nutzer und deren Nutzungsintensität einhergeht. Fraglich ist, ob und wie diese Messgrößen Eingang in die Finanzberichterstattung nach HGB und nach IFRS finden sollten. Zur Beantwortung dieser Frage sind neben den im Fokus stehenden bilanzrechtlichen Regelungen auch Aspekte des Urheber- und Datenschutzrechtes, der Unternehmensbewertung und des Controllings zu berücksichtigen. Abschließend werden vom Autor verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung der Informationsfunktion des Jahresabschlusses untersucht. Im Mittelpunkt der Diskussion stehen dabei das neu eingeführte Aktivierungswahlrecht für immaterielle Vermögensgegenstände sowie die Zulässigkeit einer Nachaktivierung von vormals als Aufwand erfassten Ausgaben. Aus den am Beispiel der Web-2.0-Anwendungen gewonnen Erkenntnissen lassen sich auch Implikationen für ähnliche immaterielle Positionen – wie etwa für Software, Patente oder Lizenzen – ableiten, so dass das Buch für eine Vielzahl von Lesern von Interesse sein dürfte.



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