Dissertation: Die steuerliche Behandlung stiller Reserven im Rahmen des Übergangs auf eine Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB)

Die steuerliche Behandlung stiller Reserven im Rahmen des Übergangs auf eine Gemeinsame Konsolidierte Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB)

Eine kritische Analyse des GKKB-Richtlinienvorschlags der Europäischen Kommission

Steuerrecht in Forschung und Praxis, Band 122

Hamburg 2015, 462 Seiten
ISBN 978-3-8300-8606-2 (Print/eBook)

EU-Kommission, EuGH, Europarecht, GKKB, Gruppenbesteuerung, Indirekte Methode, Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage, Richtlinienvorschlag, Steuern, Stille Reserven, Unternehmenssteuerrecht

Zum Inhalt

Die Verwirklichung einer Gemeinsamen Konsolidierten Körperschaftsteuer-Bemessungsgrundlage (GKKB) ist seit Jahren ein vielseitig diskutiertes Themengebiet auf Ebene der Europäischen Union. Vor dem Hintergrund der anhaltenden europäischen Wirtschafts- und Finanzkrise und der angestrebten Weiterentwicklung des Binnenmarktes wird einem europaweit harmonisierten Unternehmenssteuerrecht ein hoher Stellenwert eingeräumt.

Mit der Veröffentlichung eines GKKB-Richtlinienvorschlags durch die Europäische Kommission im Jahr 2011 wurde ein bedeutender Schritt in Richtung Steuerharmonisierung genommen. In der Folge war der Richtlinienvorschlag bereits Gegenstand zahlreicher Diskussionen und Untersuchungen im steuerlichen Schrifttum. Bislang unklar sind die genauen fiskalischen Folgen für die jeweiligen Mitgliedstaaten der Europäischen Union im Rahmen des Übergangs vom nationalen Steuerrecht auf eine GKKB. In diesem Zusammenhang spielt die steuerliche Übergangsbehandlung stiller Reserven, die zuvor in den einzelnen Mitgliedstaaten in unterschiedlicher Höhe gebildet wurden, eine entscheidende Rolle. Aus Perspektive des jeweiligen Staates verkörpern die originär geschaffenen stillen Reserven ein mitunter hohes Besteuerungspotential, das infolge der technischen Ausgestaltung der GKKB auf die übrigen Mitgliedstaaten „überzuspringen“ droht. Wenig realistisch erscheint daher die Vorstellung, dass die einzelnen Mitgliedstaaten letztlich einem europäischen Steuersystem zustimmen werden, in dessen Übergang das Besteuerungsrecht an den originären stillen Reserven beschnitten wird.

Benjamin Weiss analysiert zunächst, welche Mitgliedstaaten – infolge der Besonderheiten des jeweils nationalen Steuerrechts – eine erhöhte Tendenz zur Bildung stiller Reserven in verschiedenen Bilanzpositionen aufweisen. Im Zentrum der Untersuchung stehen anschließend das Regelwerk des GKKB-Richtlinienvorschlags und dessen Ausgestaltung bezüglich der Übergangs- und Folgebehandlung stiller Reserven. Die Ausführungen schließen mit einem eigenen Vorschlag zur steuerlichen Behandlung stiller Reserven im Rahmen des Übergangs auf eine GKKB.



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