Dissertation: Internationale Prospekthaftung nach der Rom II-VO

Internationale Prospekthaftung nach der Rom II-VO

Eine neue Chance zur Vereinheitlichung des Kollisionsrechts? Zugleich eine rechtsvergleichende Untersuchung der deutschen, englischen und französischen HaftungstatbestÀnde

Schriften zum Bank- und Kapitalmarktrecht, Band 7

Hamburg 2016, 268 Seiten
ISBN 978-3-8300-8600-0

Rezensionen

Die lesenswerte Hallenser Dissertation geht auf US-amerikanische Regulierungen ein. Sie behandelt die einschlÀgigen Fragen der internationalen ZustÀndigkeit deutscher und US-amerikanischer Gerichte und die damit verbundenen Fragen des IPR.

Praxis des Internationalen Privat- und Verfahrensrechts, IPRax 6/2018

[...] Uhink stellt in seiner Dissertation die ProspekthaftungstatbestĂ€nde sowie die verschiedenen AnsĂ€tze zur kollisionsrechtlichen AnknĂŒpfung der Prospekthaftung klar dar und erörtert differenziert und gut verstĂ€ndlich deren Vor- und Nachteile.

Dorothee Einsele, in:
Rabels Zeitschrift fĂŒr auslĂ€ndisches und internationales Privatrecht, RabelsZ 82(2018)

Deutsche Prospekthaftung, Englische Prospekthaftung, Französische Prospekthaftung, G) Nr. 864/2007, Haftungstatbestand, Internationales Privatrecht, Kapitalmarktrecht, Kollisionsrecht, Prospekthaftung, Rom II-Verordnung, Verordnung (F

Zum Inhalt

FĂŒr das Funktionieren des Kapitalmarkts und die Bewertung eines Investments ist die Bereitstellung von Informationen auf Grundlage von PublizitĂ€tspflichten von enormer Bedeutung. Es ist daher nicht verwunderlich, dass auf europĂ€ischer Ebene bezĂŒglich der Pflichten, einen Wertpapierprospekt zu erstellen, und dessen inhaltlicher Ausgestaltung eine immer weitergehende Vereinheitlichung stattfindet. Hingegen ist die Haftung eines Prospekts, welcher auch fĂŒr grenzĂŒberschreitende Wertpapierangebote benutzt wird, ganz ĂŒberwiegend durch mitgliedstaatliches Haftungs- und Schadensrecht geprĂ€gt. Der Autor untersucht deshalb, ob die Verordnung (EG) Nr. 864/2007 des EuropĂ€ischen Parlaments und des Rates vom 11. Juli 2007 ĂŒber das auf außervertragliche SchuldverhĂ€ltnisse anzuwendende Recht (die sogenannte Rom II-Verordnung) in ihrem Anwendungsbereich grenzĂŒberschreitende ProspekthaftungsfĂ€lle erfasst und welche Rechtsfolgen die Anwendung der Kollisionsnormen der Rom II-Verordnung auf solche FĂ€lle hat. Diese Untersuchung erfolgt beispielhaft anhand von ProspekthaftungstatbestĂ€nden aus Deutschland, England und Frankreich. Die Bewertung, ob eine Rechtsfolge sachgerecht ist, erfolgt unter Zugrundelegung der jeweiligen Erwartungshaltung des Emittenten und des Investors bei einem Angebot von Wertpapieren und unter BerĂŒcksichtigung der Schutzrichtung des Kapitalmarktrechts. DarĂŒber hinaus werden die Rechtsfolgen weiterer, in der Rom II-Verordnung nicht vorgesehener AnknĂŒpfungspunkte untersucht, wenn solche auf grenzĂŒberschreitende ProspekthaftungsfĂ€lle Anwendung finden wĂŒrden. In diesem Zusammenhang wird ebenfalls analysiert, ob es unter dem aktuellen Regime möglich ist, solche Alternativen auch tatsĂ€chlich anzuwenden. Am Ende der Arbeit werden die Ergebnisse der zuvor genannten Untersuchungen dazu verwendet, einen eigenen Vorschlag fĂŒr eine Kollisionsnorm betreffend die Prospekthaftung zu entwickeln.



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