Dissertation: Die Preisbildung bei öffentlichen Aufträgen im Einklang mit der VO PR 30/53

Die Preisbildung bei öffentlichen Aufträgen im Einklang mit der VO PR 30/53

Eine empirische Untersuchung mit besonderem Fokus auf Dienstleistungen

Schriften zum Betrieblichen Rechnungswesen und Controlling, Band 138

Hamburg 2015, 334 Seiten
ISBN 978-3-8300-8524-9 (Print/eBook)

Betriebswirtschaftslehre, Controlling, Kostenrechnung, Öffentliches Preisrecht, Preisbildung bei öffenltichen Aufträgen, Preisrecht, VO PR 30/53

Zum Inhalt

Beschaffungen öffentlicher Auftraggeber sind für ca. 17 % des deutschen BIP verantwortlich. Der Prozess der Abwicklung öffentlicher Aufträge ist dabei im Wesentlichen durch das Vergabe- und das Preisrecht geregelt. Während das Vergaberecht Handlungsvorgaben beinhaltet, durch deren Beachtung das für den öffentlichen Auftraggeber unter Kosten- und Leistungsaspekten geeignetste Angebot herausgefiltert wird, ist es die Intention des Preisrechts, angemessene Preise für öffentliche Aufträge sicherzustellen.

Hierfür beinhaltet die Verordnung (VO) PR 30/53 ein geschlossenes System, das einerseits öffentliche Auftraggeber vor exzessiv hohen Preisen bewahren und andererseits die Fachkompetenzen der Unternehmen durch angemessene Preise schützen soll. Dieses System präferiert grundsätzlich eine marktorientierte Preisbildung. Falls die Bedingungen hierfür fehlen, sieht das Preisrecht einen kostenbasierten Ansatz der Preisbildung vor. Für die Ermittlung der Selbstkostenpreise wurden die Leitsätze zur Selbstkostenpreisermittlung (LSP) entwickelt.

Die VO PR 30/53 wurde im Jahre 1953 erlassen und seitdem keinen gravierenden Reformen unterzogen. Da sich die wirtschaftliche Struktur sowie das rechtliche Umfeld der Verordnung seither gravierend gewandelt haben, wird zurzeit eine Novellierung des Preisrechts diskutiert.

Da empirische Daten über die Anwendung des Preisrechts insbesondere bei Dienstleistungen bisher nicht in umfassender Form vorliegen, wurde diese Studie initiiert. Anhand einer qualitativ-empirischen Datenerhebung unter Preisprüfern und Unternehmensvertretern wurden bestehende Divergenzen und Unsicherheiten bei der Umsetzung der VO PR 30/53 identifiziert und analysiert. Die ermittelten empirischen Ergebnisse dienten als Grundlage für die Entwicklung von Handlungsempfehlungen für eine optimierte Anwendung des Preisrechts.



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