Dissertation: Straftaten gegen Polizeibeamte

Straftaten gegen Polizeibeamte

Strafrecht in Forschung und Praxis, Band 317

Hamburg 2015, 404 Seiten
ISBN 978-3-8300-8460-0 (Print/eBook)

Rezension

[...] wie der Verfasser sorgfältig und mit beeindruckender Detailliertheit erforscht: Ein tatsächlicher Anstieg – tragender Grund der gesetzgeberischen Aktivitäten – von gegen Polizeibeamte gerichteten Gewalt ist nicht nachweisbar. Auch hätte den gesetzgeberischen Aktivitäten eine sachgerechte Ursachenforschung vorangestellt werden müssen. Hierzu leistet indes Ehresmann einen wertvollen Beitrag und gibt für notwendige nachfolgende Forschungsaktivitäten eine hinreichende Grundlage.
[...] Allerdings wird die Thematik weiter in der rechtspolitischen Diskussion stehen. Auch hierfür leistet die Arbeit von Ehresmann das ihrige.
[...] Bereits kurz nach ihrem Erscheinen findet die Arbeit Berücksichtigung in der wissenschaftlichen Diskussion. Dallmeyer etwa zitiert sie mehrmals zustimmend in seinem Standardkommentar zur Strafprozessordnung.
[...] Dass härteres Strafen [...] kein Gegenmittel darstellt, legt Ehresmann umfassend dar. Allgemein einen Beitrag zu einer Reduzierung von Gewalt gegen Polizeibeamte könnten eine Intensivierung der Schulung der Polizeibeamten in Konfliktlösungsstrategien, eine Verbesserung der Ausrüstung und weitere Maßnahmen zur Eigensicherung leisten. [...]

Dr. Frank Braun, Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW, Münster, in:
Zeitschrift für Verwaltungsrecht Online, ZVR-Online Dok. Nr. 21/2016

44. Strafrechtsänderungsgesetz, Beleidigung von Polizeibeamten, KFN-Studie „Gewalt gegen Polizeibeamte“, Kohärenzprinzip, Kriminologie, Polizeibeamte, Polizeiliche Kriminalstatistik PKS, Privilegierungstatbestand, Regelbeispielstechnik, Strafrecht, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte

Zum Inhalt

An Polizeibeamten verübte Straftaten erregen immer wieder besondere öffentliche Aufmerksamkeit. Der Verfasser wählt in seiner Untersuchung einen interdisziplinären Ansatz und beleuchtet die Thematik sowohl aus kriminologischer als auch strafrechtlicher Sicht. Der Autor zeigt auf, dass die durch das 44. Strafrechtsänderungsgesetz vorgenommene Gesetzesänderung ihr Ziel verfehlt und entwickelt schließlich eine eigenständige Konzeption, wie den Besonderheiten der Opfergruppe „Polizeibeamte“ im Strafgesetzbuch Rechnung getragen werden kann.



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