Doktorarbeit: Die Funktionalität von Religion im Alltagsdiskurs Heranwachsender

Die Funktionalität von Religion im Alltagsdiskurs Heranwachsender

Konsequenzen für eine Reflexion über Schule in der funktional-differenzierten Weltgesellschaft

EUB. Erziehung – Unterricht – Bildung, Band 171

Hamburg 2015, 292 Seiten
ISBN 978-3-8300-8433-4

Dokumentarische Methode, Funktionalität von Religion, Gesellschaft, Heranwachsende, Inklusion, Niklas Luhmann, Religiöse Orientierung, Religiösität, Schule in Weltgesellschaft, Soziale Systeme, Systemtheoretische Erziehungswissenschaft, Weltgesellschaft

Zum Inhalt

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Auf der Grundlage einer Detailerörterung der Systemtheorie (nur die notwendigen Begrifflichkeiten im Kontext der vorliegenden Forschungsarbeit werden diskutiert) wird der theoretische Zusammenhang hergestellt: zwischen der gesellschaftlichen Entwicklung im Sinne von Niklas Luhmanns Theorie der Weltgesellschaft und einer Beschreibung des Funktionssystems Religion in der funktional-differenzierten Weltgesellschaft. Beide Beschreibungen bilden den theoretischen Hintergrund in der Fragestellung an die Heranwachsenden nach ihren Religionsvorstellungen und deren Bedeutung für den Alltag; es geht darum, inwiefern sich die Funktion von Religion für das Individuum beschreiben lässt und wie sich das Individuum mit religiösen Angeboten und Traditionen auseinandersetzt.

Anschließend wird die Bedeutung der religiösen Sozialisation auf der Grundlage verschiedener wissenschaftlicher quantitativer Analysen dargestellt; somit können dann später die Verfahrensweise, die Grundhaltung und der Denkstil der qualitativen Forschung verständlicher werden.

Es wird folgend die Funktionalität der Schule in der Weltgesellschaft als Inklusion in die Weltgesellschaft dargestellt, um später die Ergebnisse der empirischen Forschung in der Beschreibung der Schule in der Weltgesellschaft mit religiösen Optionen als Chance der Inklusion darstellen zu können. Es folgt ein kurzer Diskurs zu den Semantiken Inklusion und Exklusion.

Anschließend wird das methodische Vorgehen der Forschung beschrieben: es werden methodologische Grundlagen – das Gruppendiskussionsverfahren und die dokumentarische Methode – erörtert.

Der Hauptteil der Studie beinhaltet die Ergebnisse der qualitativ-rekonstruktiven Forschung: Es werden die acht Gruppen der ausgewählten Gruppendiskussionen vorgestellt, bevor die Orientierungen der jungen Menschen und ihre Zugänge zur Religion als auch die Bedeutung der Religion für ihren Alltag in Fallbeschreibungen ausführlich aufgezeigt werden. Die empirischen Daten werden in der komparativen Analyse theoretisch verdichtet. Dann werden religiöse Optionen für eine Beschreibung von Schule in der Weltgesellschaft entlang der vier Sinndimensionen – räumlich, sachlich, zeitlich, sozial – diskutiert, damit die Konsequenzen für eine Reflexion über Schule in der funktional-differenzierten Weltgesellschaft aufgezeigt werden können.



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