Forschungsarbeit: Diana – Die Darstellung der römischen Göttin in antiken und postantiken Quellen

Diana – Die Darstellung der römischen Göttin in antiken und postantiken Quellen

Studien zur Geschichtsforschung des Altertums, Band 30

Hamburg 2014, 226 Seiten
ISBN 978-3-8300-8195-1

Altertum, Antike Bildkunst, Antike Textquellen, Archäologie, Bildhauerei, Diana, Diana-Heiligtum, Geschichte, Kunstgeschichte, Rezeptionsgeschichte, Römische Mythologie

Zum Inhalt

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Die Göttin Diana verfügte in der römischen Mythologie über außergewöhnliche Strahlkraft. Diese Popularität schlug sich in einer Vielzahl an antiken Texten, Bild- und Bauwerken nieder. Eine systematische, für Experten und Laien gleichermaßen interessante Abhandlung zu diesem Sachverhalt ist bislang in der deutsch- und englischsprachigen Literatur nicht erhältlich. Das Buch versteht sich als eine Zusammenfassung der wichtigsten in Verbindung mit der Göttin stehenden altertümlichen Quellen. Praktisch jeder namhafte römische Dichter nahm Diana anhand einzelner Verse oder größerer Textpassagen in sein Werk auf. In der Wandmalerei, Mosaik- und Bildhauerkunst besaß die Göttin eine Bedeutung, die mit Hilfe der erhaltenen Exponate nur mehr schemenhaft nachgezeichnet werden kann. Selbst in die römische Münzprägung hielt Diana Einzug, auch wenn ihr Bildnis in der Kaiserzeit vermehrt von der Münzvorderseite auf die Rückseite verbannt wurde.

Ein besonderes Faszinosum stellt die nachantike Rezeption der Götterfigur dar. Wie die Studie zeigen möchte, erreichte die Wiederbelebung des Diana-Topos in der Frühen Neuzeit einen Höhepunkt und repräsentiert auch gegenwärtig noch einen spürbaren künstlerischen Aspekt. Vor allem der europäische Hochadel ließ nichts unversucht, um in den Besitz einer Diana-Skulptur oder eines Gemäldes der Göttin aus erlesener Künstlerhand zu gelangen. Das Buch versucht hier vor allem, eine Brücke zwischen antikem und postantikem Kunstverständnis zu schlagen. Dadurch gelingt es, sich von einer rein altertumswissenschaftlichen beziehungsweise archäologischen Abhandlung loszusagen und auch modernere historische Fragestellungen mitaufzunehmen. Besonders interessant gestaltet sich in diesem Zusammenhang die Frage nach der Entwicklung des Diana-Sujets im Laufe von etwa 2.500 Jahren. Das Buch bietet zu diesem und anderen Aspekten einen Erklärungsversuch.



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