Doktorarbeit: Die Besteuerung von Personengesellschaften unter besonderer Berücksichtigung der Verlustnutzungskonzeptionen und Gewinnverwendungsoptionen

Die Besteuerung von Personengesellschaften unter besonderer Berücksichtigung der Verlustnutzungskonzeptionen und Gewinnverwendungsoptionen

Eine Analyse der Wechselwirkungen zwischen §10d, §15a, §32a und §34a EStG

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre in Forschung und Praxis, Band 99

Hamburg 2015, 414 Seiten
ISBN 978-3-8300-8157-9 (Print/eBook)

Betriebswirtschaftliche Steuerlehre, Mindestbesteuerung, Monte-Carlo-Simulation, Ökonomische Analyse, Personengesellschaften, Progressionstarif, Sensitivitätsanalysen, Thesaurierungsbegünstigung, Verlustausgleich, Verlustnutzung, § 15a EStG

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Die gesellschafts- und steuerrechtliche Flexibilität von Personengesellschaften macht sie in der Praxis zu einer beliebten Rechtsform. Unterschiedliche Haftungsvereinbarungen ermöglichen eine den individuellen Bedürfnissen angepasste Teilnahme am Wirtschaftsleben. Unternehmer können sich als beschränkt oder unbeschränkt haftende Gesellschafter an Personengesellschaften beteiligen. Steuerlich impliziert dies die Anwendung unterschiedlicher Verlustnutzungskonzeptionen. Die transparente Besteuerung von Personengesellschaften in Deutschland bietet dabei Vorteile bei der zeitnahen Verlustnutzung. Aber auch in Gewinnsituationen zeigt sich die Flexibilität der Rechtsform, indem die Gesellschafter von Personengesellschaften verschiedene Besteuerungsoptionen in Anspruch nehmen können.

Diese Wahlrechte erlauben in der Praxis aktive Gestaltungen zur Optimierung des Endvermögens der Investoren. Im Fokus der vorliegenden Untersuchung stehen die für Komplementäre und Kommanditisten anwendbaren Normen zur interperiodischen Verlustnutzung sowie die Gewinnbesteuerung in Abhängigkeit von der Gewinnverwendung. Für Investoren ist es entscheidend, zu wissen, wie die steuerlichen Regelungen einzeln und mit anderen Normen zusammen wirken. Nur wenn sie die Bedingungen kennen, unter denen beispielsweise die Thesaurierungsbesteuerung eine Begünstigung darstellt, und abschätzbar ist, wie etwa Verlustvorträge diese Bedingungen beeinflussen, können sie Strukturen wählen, mit denen sie unter Berücksichtigung von Steuern ein möglichst hohes Endvermögen erzielen.

Die Autorin untersucht die Verlustnutzungskonzeptionen und Gewinnverwendungsoptionen und identifiziert grundlegende Wirkungs- und Wechselwirkungsmechanismen. Neben einer deterministischen Analyse mit exemplarischen Modellrechnungen zeigen Monte-Carlo-Simulationen die Generalisierbarkeit der Analyseergebnisse. Verschiedene Änderungsvorschläge aus der Literatur sowie Besteuerungssysteme anderer Länder bilden die Grundlage für verschiedene Sensitivitätsanalysen im Rahmen der Verlustnutzung und der Thesaurierungsbesteuerung. Sie zeigen die quantitativen Wirkungen einzelner Reformvorschläge und ermöglichen es dem Gesetzgeber auf diese Weise, mögliche Gesetzesanpassungen zu erwägen.



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