Doktorarbeit: Nutzergenerierte Produktbewertungen im Web 2.0 als Verbraucherinformation

Nutzergenerierte Produktbewertungen im Web 2.0 als Verbraucherinformation

Eine verbraucherpolitische Betrachtung

Studien zum Konsumentenverhalten, Band 60

Hamburg 2015, 376 Seiten
ISBN 978-3-8300-8103-6 (Print/eBook)

Rezension

[...] The results lead to strategies and central ideas of how to handle the phenomenon of consumer’s online articulation in German consumer policy. Recommendations for actions and concrete measures show how to benefit from the opportunities and minimize the risks of consumer online reviews.

Journal of Consumer Policy, JCP 3/2015

Betriebswirtschaftslehre, Glaubwürdigkeit, Informationsverhalten, Marketing, Mundwerbung, Online-Werbung, Online Consumer Reviews, Online Marketing, Produktbewertungen, Verbraucherinformation, Verbraucherpolitik, Web 2.0

Zum Inhalt

Das Web 2.0 ist mittlerweile fester Bestandteil des alltäglichen Lebens der meisten Menschen in Deutschland. Jeder kann sich im Internet aktiv beteiligen. Kauferfahrungen können nicht mehr nur im direkten Gespräch an Freunde und Bekannte weitergegeben werden, sondern erreichen im Internet eine potenziell unendliche Anzahl an Internetnutzern. Die Artikulation von Produktbewertungen im Web 2.0 überschreitet dabei räumliche und zeitliche Grenzen. Für den Verbraucher ist dieser Wandel eine kleine informatorische Revolution: eine immer weiter steigende Anzahl an Erfahrungsberichten aus vermeintlich erster Hand und das zumeist kostenlos und prinzipiell zu jeder Zeit an jedem Ort - dank mobiler Endgeräte mit Internetzugang. Was für den Verbraucher auf den ersten Blick von Vorteil ist, kann insbesondere aus einer verbraucherpolitischen Betrachtung heraus auch viele Nachteile aufweisen. Manipulierte Bewertungen, fehlende Hintergrundinformationen oder schlicht weg Unwahrheiten können aufgrund von anonymen Autoren nicht immer erkannt werden. Dies kann zu Fehlentscheidungen führen und im Sinne eines verbraucherpolitisch gewollten nachhaltigen Konsums sogar kontraproduktiv sein. Wichtige Aspekte wie die ökologischen und sozialen Bedingungen in der Herstellung von Produkten, gesundheitliche Auswirkungen von Inhaltsstoffen oder Geschäftspraktiken der herstellenden Unternehmen, werden durch diese Erfahrungsberichte nicht abgedeckt. In einem experimentellen Untersuchungsdesign wird die wahrgenommene Glaubwürdigkeit von nutzergenerierten Produktbewertungen erhoben und die Ergebnisse aus einer verbraucherpolitischen Perspektive betrachtet. Aus den Erkenntnissen lassen sich Strategien und Leitideen entwickeln, die darlegen wie die deutsche Verbraucherpolitik mit dem Phänomen der online artikulierten Kauferfahrungen umgehen kann. Daraus abgeleitete Maßnahmen und Handlungsempfehlungen zeigen wie Chancen optimal genutzt und Risiken so gut wie möglich verringert werden können.



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